DGQ nennt Alternativen für Obsoleszenz ISO 14001:2015 bietet viele Anregungen

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) hebt in der aktuellen Mitgliederzeitschrift DGQ-Fokus Ausgabe 1, April 2016, die ISO 14001:2015 für nachhaltiges Unternehmensmanagement mit ihren vielen Anregungen für Lebensdauerverlängerung besonders hervor. Zitat: "Lebenszyklusverlängerung bedeutet, Produkte möglichst langlebig zu gestalten - also das Gegenteil von Obsoleszenz, der bewussten Konstruktionen für den frühzeitigen Kollaps oder den Ausfall eines Produktes." Unternehmen könnten statt dessen etwa Nachrüsten, Warten, Auffüllen, Aufbereiten, Aktualisieren, Reparieren und den Wiederverkauf langlebiger Produkte anbieten.  

UBA-Studie: Arbeit unvollständig, Fakten ignoriert, Neutralität fehlt

Das Öko-Institut e.V. und die Universität Bonn, Institut für Landtechnik legten am 15.2.2016 nach mehr als zwei Jahren ihre Studie vor. Auftraggeber ist das Umweltbundesamt. Für dieses mehr als dreihundert Seiten starke Dokument brauchten die Auftragnehmer zu seiner Erstellung deutlich mehr als die beauftragte Zeit. Lesen Sie hier die schnellere Analyse der UBA-Studie zur Obsoleszenz.

Defekt unerwünscht

In meinem Artikel im Spezial "Kreislaufwirtschaft" der aktuellen "umwelt aktuell 12.2015/01.2016" beschreibe ich den aktuellen Stand der Obsoleszenzdebatte in den wesentlichen Auszügen. Einen besonderen Augenmerk lege ich dabei auf die jüngst veröffentlichten Zwischenergebnisse der immer noch laufenden UBA-Studie. Für eine öffentliche Bewertung der Zwischenergebnisse der Studie wird es erforderlich sein, alle Datengrundlagen öffentlich prüfbar zur Verfügung zu stellen. Denn die Studienbetreiber lassen eigenes Zahlenmaterial und Ergebnisse der von ihnen untersuchten Daten außer Betracht. Die nachfolgende von mir auf Grundlage von Daten der an der UBA-Studie beteiligten UNI Bonn erstellte Grafik verdeutlicht, dass die Nutzungsdauer von…

Obsoleszenz gibt es überall.

In der öffentlichen Debatte rund um die Ursachen, Treiber und Lösungen im Umgang mit geplanter Obsoleszenz kommt es des öfteren zu Verwirrungen in den Untersuchungen und Diskussionsbeiträgen. Dies hat oft seinen Grund darin, dass – gewollt oder ungewollt – die Erscheinungsformen von Obsoleszenz unsauber getrennt oder auch vermischt werden. Daher stelle ich auf der Informationsseite geplante Obsoleszenz Informationen zur Definition und besseren Abgrenzung bereit.

Ist die Stiftung Warentest auf einem Auge blind?

Gestern veröffentlicht die Stiftung Warentest ihre Stellungnahme auf die Frage "Geplante Obsoleszenz: Können Gesetze etwas bewirken?" und stellt sich darin deutlich auf die Seite der Hersteller, die die nachgewiesene und oft bezeugte Existenz von geplanter Obsoleszenz nach wie vor bestreiten, statt unternehmerisch nachhaltige Produktverantwortung zu übernehmen. Wieder einmal will sie die Ursachen dafür vorrangig der kaufenden Gesellschaft zuordnen, als lägen Bestellungen für geplante Obsoleszenz vor. Weiterhin reduziert die Stiftung Warentest ihre Sicht auf die Ursachen geplanter Obsoleszenz auf Arglist und behauptet ohne jede Grundlage, eine solche Arglist nicht feststellen zu können. Wohlwissend, dass ihre Tester…