Manche verharren in Mythen

In der aktuellen Zeitschrift "Der Konstrukteur" wiederholt Herr Prof. Albert Albers vom Karlsruher Intitut für Produktentwicklung seine unbewegliche Meinung, geplante Obsoleszenz sei ein Mythos (so bereits 2012). So lautet der Titel seines knappen Kommentars zur nun bereits seit vier Jahren laufenden Debatte um die immensen Schadfolgen der geplanten Obsoleszenz. Nach wie vor reicht ihm der Bohrer als Lehrbeispiel für seine Thesen. Fachlich begründen kann er seinen Widerspruch bis heute nicht. Herr Prof. Albers hat sich anscheinend bis heute noch nicht ernsthaft mit dem Thema der geplanten Obsoleszenz befasst. Das ein Professor mit Reputation und akademischer…

Disposables – Kennzeichnungspflicht für Transparenz und Folgekosten erforderlich

Es ärgert uns Kunden täglich aufs Neue. Wir kaufen ein Produkt, dass zu seiner Nutzung auf den nachträglichen Austausch verbrauchter oder verschlissener Teilkomponenten angewiesen ist, die dann nahezu so teuer wie das Hauptprodukt selbst sind. Der Klassiker: Tintenpatronen beim Tintenstrahldrucker oder Rasierklingen bei Handrasierern. Im Herstellprozess werden solche Teilkomponenten "disposables" genannt. Disposables sind Hilfsgüter und Elemente eines Produkts, die einem Verschleiß unterliegen und daher regelmäßig ausgetauscht (engl. „to dispose“) werden müssen. Produktentwickler berichten davon, dass immer häufiger entsprechende Anforderungen an die Entwicklung neuer Konsumgüter gestellt werden, dieses konstruktive Prinzip in der Produktentwicklung grundsätzlich mitzubeachten. Das…

Der Druck wird größer, Aufklärungsbedarf ebenso Wann kommt die Banderole?

Bei Ökotest erschien ein umfangreich recherchierter Artikel zum Thema geplante Obsoleszenz. Viele Professoren melden sich zu Wort, einige Herstellerverbände sind auch dabei. Politiker ebenso. Der Druck auf die Umsetzung unserer Forderungen nach umfangreichen Kennzeichungspflichten wird größer. Deutliche Kennzeichnungspflichten für eingeschränkte Reparierbarkeit, fehlende oder kurze Ersatzteilverfügbarkeit sowie die geplante Gebrauchsdauer laut Produktentwicklung müssen laut Schridde in Form einer Banderole um die Verpackung - ähnlich wie bei Zigaretten - eingeführt werden. Der Aufklärungsbedarf bei Professoren steigt anscheinend auch. Weiterhin wird dort irrtümlich vermutet, es seien Kostengründen und Konsummuster die der Grund für geplante Obsoleszenz seien.

Rat der Europäischen Union fordert Massnahmen gegen geplante Obsoleszenz

Der Rat der Europäischen Union hat am 21. Juni 2016 seine Schlussfolgerungen zum Thema "Den Kreislauf schließen – ein EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft", die der Rat auf seiner 3476. Tagung vom 20. Juni 2016 angenommen hat, an die Delegationen der EU versandt. Unter Hinweis auf die vom Europäischen Rat am 17. Juni 2010 verabschiedete Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum und die darin vorgesehene Leitinitiative "Ressourcenschonendes Europa", das 7. Umweltaktionsprogramm sowie auf die Entschließung des Europäischen Parlaments zum Thema "Ressourceneffizienz: Wege zu einer Kreislaufwirtschaft" und auf die Resolution der VN-Generalversammlung vom 25.…

Wenn Forschung erblindet Lesehilfen für verklausulierte Forschung

Das Öko-Institut veröffentlicht jüngst seine im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Studie zur Obsoleszenz. Lesen Sie dazu bitte die kritische Analyse und umfangreiche Mängelliste. Nun veröffentlicht das Öko-Institut seine eigenes Magazin eco@work und kommt darin wiederum zu der erstaunlichen Einschätzung, es gäbe keine geplante Obsoleszenz, um dann selbst ein umfangreiches Maßnahmenprogramm an die Hersteller und gegen deren typischen Vorgehensmodelle zur Verkürzung von Nutzungsdauern zu richten. Maßnahmen, die sich an den angeblich schuldigen Konsumenten richten, werden gar nicht vorgeschlagen. Warum auch. Er soll einfach umdenken. Das tun wir! Geplante Obsoleszenz ist der Sammelbegriff für alle betrieblichen Handlungen,…