Der Druck wird größer, Aufklärungsbedarf ebenso Wann kommt die Banderole?

Bei Ökotest erschien ein umfangreich recherchierter Artikel zum Thema geplante Obsoleszenz. Viele Professoren melden sich zu Wort, einige Herstellerverbände sind auch dabei. Politiker ebenso. Der Druck auf die Umsetzung unserer Forderungen nach umfangreichen Kennzeichungspflichten wird größer. Deutliche Kennzeichnungspflichten für eingeschränkte Reparierbarkeit, fehlende oder kurze Ersatzteilverfügbarkeit sowie die geplante Gebrauchsdauer laut Produktentwicklung müssen laut Schridde in Form einer Banderole um die Verpackung - ähnlich wie bei Zigaretten - eingeführt werden. Der Aufklärungsbedarf bei Professoren steigt anscheinend auch. Weiterhin wird dort irrtümlich vermutet, es seien Kostengründen und Konsummuster die der Grund für geplante Obsoleszenz seien.

Rat der Europäischen Union fordert Massnahmen gegen geplante Obsoleszenz

Der Rat der Europäischen Union hat am 21. Juni 2016 seine Schlussfolgerungen zum Thema "Den Kreislauf schließen – ein EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft", die der Rat auf seiner 3476. Tagung vom 20. Juni 2016 angenommen hat, an die Delegationen der EU versandt. Unter Hinweis auf die vom Europäischen Rat am 17. Juni 2010 verabschiedete Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum und die darin vorgesehene Leitinitiative "Ressourcenschonendes Europa", das 7. Umweltaktionsprogramm sowie auf die Entschließung des Europäischen Parlaments zum Thema "Ressourceneffizienz: Wege zu einer Kreislaufwirtschaft" und auf die Resolution der VN-Generalversammlung vom 25.…

Wenn Forschung erblindet Lesehilfen für verklausulierte Forschung

Das Öko-Institut veröffentlicht jüngst seine im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Studie zur Obsoleszenz. Lesen Sie dazu bitte die kritische Analyse und umfangreiche Mängelliste. Nun veröffentlicht das Öko-Institut seine eigenes Magazin eco@work und kommt darin wiederum zu der erstaunlichen Einschätzung, es gäbe keine geplante Obsoleszenz, um dann selbst ein umfangreiches Maßnahmenprogramm an die Hersteller und gegen deren typischen Vorgehensmodelle zur Verkürzung von Nutzungsdauern zu richten. Maßnahmen, die sich an den angeblich schuldigen Konsumenten richten, werden gar nicht vorgeschlagen. Warum auch. Er soll einfach umdenken. Das tun wir! Geplante Obsoleszenz ist der Sammelbegriff für alle betrieblichen Handlungen,…

DNR-Steckbrief zu geplanter Obsoleszenz

Wenn Hersteller die Nutzungsdauer von Produkten gezielt verkürzen und Schwachstellen einbauen oder dulden, spricht man von geplanter Obsoleszenz. Der neue Steckbrief der DNR EU-Koordination gibt einen Einblick in Praktiken, stellt politische Prozesse vor und enthält umsetzbare Forderungen für eine nachhaltige Produktstrategie. Download: DNR-Steckbrief zu geplanter Obsoleszenz

VDI-Aktivgruppe “Obsoleszenz” gegründet

(Gastbeitrag von Wolfgang Schlenzig, Ltr. des AK-SQP beim VDI) Auf dem 1. Brezelfrühstück des VDI-Berlin/Brandenburg am 28.04.2016 beim DIN zum Thema "Obsoleszenz – Dimensionen und Handlungs(un)möglichkeiten für Ingenieure - Was der Ingenieur für verantwortungsvolles Handeln darüber wissen sollte” erläuterte Stefan Schridde, pointiert, zugespitzt und mit Verve vor 35 Interessierten, warum Obsoleszenz in ihren verschiedenen Spielarten schädlich für die Volkswirtschaft und den Bürger als Kunden ist und was Ingenieure darüber denken und dann auch tun sollten in den verschiedenen Positionen, wo sie sich in Wirtschaft und Gesellschaft gerade befinden. Stimmungsbild von der angeregten Diskussion Das kam…