Herr Herzog vom Herstellerverband BITKOM irrt

Im aktuellen Oekotest-Artikel „Geplanter Murks“ äußert sich Christian Herzog vom Herstellerverband BITKOM zum Thema geplante Obsoleszenz. Hier kommentiere ich seine „Irrtümer“:

„Hersteller wollen den Kunden langfristig an sich binden. Sie können es sich gar nicht erlauben, den Kunden mit schlecht oder kurzlebig geplanten Produkten zu vergraulen“, sagt Christian Herzog.

Da wir Endkunden nicht beim Hersteller kaufen, ist der Irrtum offenkundig. Die Kunden der Hersteller sind die Handelsunternehmen, denen ebenso an Schnelldrehern im Sortiment gelegen ist. Allzu haltbares wird da eher gar nicht erst gelistet oder selektiv über den gehobenen Fachhandel in höheren Preissegmenten positioniert. Hersteller können es sich nicht erlauben, ihre Handelspartner zu vergraulen, würde es eher treffen.

„Der Einsatz fest verbauter Akkus hat auch Vorteile, wie zum Beispiel Kontaktsicherheit, den Schutz vor Erschütterung oder die Wasserdichtigkeit der Produkte“, so Christian Herzog (Bitkom) und liegt damit auf Herstellerlinie.

Kontaktsicherheit, Schutz vor Erschütterung oder Wasserdichtigkeit hat nun gar nichts mit dem Einsatz fest verbauter Akkus zu tun. Herr Herzog unterschätzt hier die Leistungsfähigkeit der Ingenieure. Es gibt konkrete Produkte, die dies unter Beweis stellen, z.B. das Samsung Galaxy 5, Samsung Galaxy Xcover 3 oder das Cat® B15Q Smartphone. Ein Akku fest einzubauen, bleibt eine gewollte Entscheidung seitens der Hersteller, um die Laufzeit des Produktes an die Nutzbarkeit des Akkus durch dessen festen Einbau zu begrenzen.

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