Alternativen

Auf dieser Seite stelle ich Initiativen und Alternativen vor, die deutlich machen, dass es anders geht!

Logo Verbund offene Werkstätten

Der Verbund ist ein Zusammenschluss von Projekten und Initiativen, die Offene Werkstätten für Handwerk, Kunst, Reparatur, Recycling und andere Aktivitäten betreiben. Sie sind unterschiedlich alt, unterschiedlich groß, unterschiedlich finanziert und organisiert. Offene Werkstätten stehen eng in Kontakt mit ihrem jeweiligen Umfeld – mal als Teil, mal als Kontrast. Der Verbund versteht sich als Plattform von Offenen Werkstatt-Projekten, die ihre Angebote für alle Interessierten gut zugänglich bereitstellen, die zum Mitmachen und Ausprobieren einladen sowie Eigenarbeit fördern. Neue Mitglieder sind willkommen.

iFixit - Community zum Selberreparieren

Englischsprachige Community: „We help thousands of people repair their devices every day. Why do we do it? Because companies like Apple don’t provide repair parts and documentation to end users. We believe everyone should have the right to maintain and repair their products.“ New members are wellcome.

 

Der ReUse-Computer e.V. leistet Beiträge zum Umweltschutz, zur Ressourcenschonung und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung, indem er die Wieder- und Weiterverwendung gebrauchter IT-Technik fördert.

Ziel des Vereins ist, der Allgemeinheit die Nutzung qualitativ hochwertiger und preisgünstiger gebrauchter Markengeräte der IT-Technik zu ermöglichen und damit für die Verbreitung des ReUse – Gedankens zu werben. [Homepage]

Repair Cafés sind kostenlose Treffen, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen Dinge reparieren. An den Orten, an denen das Repair Café stattfindet, ist Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden. Zum Beispiel Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Service, Gebrauchsgegenstände, Spielzeug, und vieles mehr. Vor Ort sind auch Reparaturexperten zugegen: Elektriker, Schneiderinnen, Tischler und Fahrradmechaniker. Die Idee der Repaircafés geht zurück auf eine Initiative aus Holland [Repair Café].

Das R.U.S.Z. aus Österreich bietet einen „Full Service für Langlebigkeit“. Wir reparieren nicht nur Kundengeräte, sondern retten auch jene Elektrogeräte, die bereits bei den Wiener Mistplätzen als „Abfall“ gelandet sind – obwohl sie nach einer „Wiederbelebung“ durch die R.U.S.Z-Techniker noch ein langes Leben vor sich haben. Dies trägt zur Vermeidung von problematischen Abfällen bei.

Reparatur wird immer attraktiver! Rohstoffe sind begrenzt und werden zunehmend teurer. Wir arbeiten auch an der Energieeffizienzsteigerung von alten Waschmaschinen und Geschirrspülern. So hat jeder die Möglichkeit, seinen individuellen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. [R.U.S.Z.]

Comments: 48

  1. Hallbauer says:

    Nicht alles ist Murks die Menschen sind selbst schuld nach billigen Artikeln suchend verursachen sie alles selbst.“ Was nichts kostet ist auch nichts wert“

    • Bei meinen Recherchen entdecke ich, dass es selten die Kosten sind, die die Bruchstellen begründen. Die Hersteller könnten also ohne wesentliche Preiserhöhung durchaus langlebigere Produkte bauen.

    • Peter P. says:

      Sorry, aber ich werde allmählich sehr emotional aufgeladen, wenn mir als Verbraucher immer wieder vorgeworfen wird, ich sei selbst schuld an den Fehlentwicklungen im Konsumverhalten.Was war denn eher da – die billigen Produkte oder der Verbraucher der danach geschrien hat? Natürlich waren zuerst die billigen Produkte da, denn zuvor wusste der Verbraucher ja nicht, dass es auch billiger geht !!
      Dass das Günstigere erst mal gekauft wird, ist nicht mehr als logisch ! … und damit ist der Verbraucher schon gefangen in der vom Produzenten beabsichtigten Billig-Kauf-Falle ! Erst bei Reparaturen oder vorzeitigen Defekten wird dem Verbraucher bewusst, dass er Murks gekauft hat ! Also bitte hören Sie endlich auf die Verbraucher schuldig zu sprechen – das ist nicht wahr. Das einzige, was man den Verbrauchern vorwerfen könnte, ist ihre leichte Manipulierbarkeit – aber in Anbetracht der studierten Marktstrategen, die bei den Produzenten beste Arbeitsbedingungen bekommen, ist der Durchschnittsverbraucher eben auch relativ machtlos. Wer soll schon solch ausgefuchsten Strategien im Vorfeld durchschauen – also bitte keine Schuldzuweisungen mehr an die Verbraucher – die können sich keine Gegenstrategen leisten !!

      • Dome says:

        Hallo Peter
        Auch sorry und ganz klar sind es nicht nur die Kunden. Gneau so wenig aber sind es nicht nur die gierigen Geschäftsleute, welche ihren Hals nicht voll bekommen. Denn aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass es leider nur eine ganz kleine Minderheit ist, welche Qualität und Service zu würdigen weiss. Im Vordergrund steht meistens der Preis und der Schein…..
        Eine Tatsache, mit welcher wir in unserem Familienbetrieb immer wieder konfrontiert werden. Und als Geschäft noch Ideale zu haben, diese auch ernst zu nehmen und sich dem entsprechend einzusetzen, kann in diesen Zeiten recht hart sein. Auf der einen Seite die Kunden, welche grundsätzlich nichts zahlen wollen, auf der anderen Seite die Lieferanten, welche Kritik an der Qualität nicht ernst nehmen, oder gar nicht hören wollen.
        Doch nicht nur als Einzelhändler, sondern auch als Kunde werde ich mit diesen Problemen immer wieder konfrontiert. Und schlussendlich muss auch ich asl Kunde sagen, dass unter dem Strich eben doch nur die Endkunden jene sind, welche etwas ändern KÖNNTEN.

      • Ehrbare Kaufleute sind hier herzlich willkommen. Es braucht einen neuen Dialog zwischen Kunden und Händlern. Auch dafür will sich MURKS? NEIN DANKE! einsetzen.

      • medusalem says:

        Hallo Peter, und ich werde traurig, wenn ich Deinen Kommentar lese. Danach wären die meisten Verbraucher wirklich dumm und können nicht mehr selbständig zwischen guter Qualität und China-Kram (oder sogar Kinderarbeit) unterscheiden. Sicher haben die Medien einen gewissen Einfluss auf das Konsumverhalten – andererseits kann sich jeder ausgiebig über Produkte Informieren (Internet, Verbraucherzentrale, bedingt auch noch die Stiftung Warentest ua.). Wenn wir Deutschen das nicht mehr schaffen haben wir es nicht anders verdient und müssen mit Murks leben. Mittlerweile werden aber auch genau über die Werbe-Medien viele Produktests gezeigt. Warum sollen also die Produzenten Schuld daran sein das der Kunde auf „Geiz ist geil“ „abfährt“….
        Ich bin Elektronik-Entwickler (Modellbauelektronik, Meßtechnik usw) und produziere in Deutschland. Dadurch kämpfe ich jeden Tag gegen den China-Produkte obwohl ich oft nur ein paar Prozent teurer bin. Die Kunden die meine Produkte gekauft haben / kaufen, kommen immer wieder und geben gerne den Euro mehr aus. Ohne meinen Qualitätsanspruch würde ich HarzIV beantragen müssen. Es geht also auch noch anders und es gibt noch Deutsche Kunden die vor dem Kauf (Nach-) denken. Viele Grüße aus Berlin 🙂

      • Frue mich auf einen direkte Kontakt. Bitte melde Dich bei mir (siehe Impressum).

    • Patricia says:

      Mhm, das nicht WAHR … Ich habe die Erfahrung gemacht das auch NO NAME sachen lange halten sogar länger als MARKEN PRODUKTE 🙂 Tochterfirmen haben die gleichen Produkte nur mit einem anderen Namen…. oder sehe ich so aus als ob ich nur die 4 Buchstaben zahle 😉

    • Bavarian says:

      Hallo dies ist auch nicht ganz richtig ich habe zum Beispiel einen 42 Zoll von Samsung da stehen der vor zwei Jahren über 900€ gekostet hat. Nach Ablauf der Garantie waren auf der Platine zwei Kondensatoren aufgeplatzt vermute auch wegen Hitze habe diese selbst getauscht und geht wieder die Reparatur hätte mich gut und gern 150-200€ gekostet auch wenns nur zwei Kondensatoren sind für ein paar Cent in meinen Augen pure abzocke.

    • Karl Kempf says:

      > Hallbauer

      Selten so gelacht wie über diesen Kommentar. Wenn dem so wäre, hätte ich mir dieses Jahr Tausende von Euro gespart um Premium Markenprodukte nicht reparieren zu müssen.

      Auszug aus der Verdrussnamensliste: Canon, Sony, Apple, BMW, Dornbracht, IWC jede Menge bei Manufactum gekaufter Produkte, etc, etc.

      Fazit: Teure Artikel gehen genausogerne nach Ablauf der Garantie kaputt.

      Angefressenen Gruß

      Karl Kempf

    • Ich finde das größte Problem dabei ist ob das Produkt den Preis wert ist? Die Firmen produzieren im Ausland und machen zu viel Gewinn dabei. Ich frage mich immer was man am Produkt verdienen muß um wirtschaftlich zu arbeiten. Ein Auto verliert in den ersten Jahren 40 Prozent und mehr an Wert. Die Frage bleibt, muß man den Namen mitbezahlen, ist einem das wert? Warum kaufen die Leute Apple, Audi oder Klamotten? Ich denke der Preis geht in beide Richtungen, zu hoch und zu niedrig. Nur die Mitte wäre fair für alle.

    • Schosch says:

      @Hallbauer
      Ihre These, daß von dem Problem nur Billig-Geräte betroffen sind, ist schlicht falsch. Das Phänomen ist genau so bei teuren Profigeräten an zu treffen, etwa Epsons Stylus Color Pro 3800.

  2. B. Wimmel says:

    Hallo, danke für diese Webseite! Aber, sobald es Eure ‚Personaldecke‘ erlaubt, wäre es klasse, wenn Ihr diesen Teil der Seite etwas ausbauen könntet. Noch gibt es ja (Familien-)Unternehmen, deren Produkte halten, was sie versprechen: z.B. Miele, auch wenn deren frühere, mechanische Geräte (z.B. Waschmaschinen) klar weniger reparaturanfällig waren als heute; je mehr Elektronik, desto kürzer die Lebenszeit, wie beim Auto. Zusätzlich zur ‚geplannten Obsoleszenz‘ liegt diese erhöhte Anfälligkeit in der Natur der Sache … Nein, dies ist keine ‚undercover‘-Werbung für Miele, sondern ich (1962 geboren) komme aus einer Familie, in der ich von Kindes Beinen an Zeugin war, wie Herd oder Waschmaschine mal locker 30 Jahre munter vor sich hin arbeiteten und das war normal zwischen den 60er und 80er Jahren, wenn auch schon nicht mehr für alle Unternehmen. Der VW-Käfer oder -Bus sind andere gängige Beispiele …
    Ostergrüßle, B.W.

    • sagichnicht says:

      Gerade mit Miele Geräten der neuen Generation habe ich 2mal einen Reinfall erlebt.

      Der 3fache Preis und die dann gerade 5 jährige Lebensdauer eines Trockners macht da doppelt sauer. Ich kaufe seit dem die genauso lange nur haltenden Produkte.

      Und ja: die Geräte werden schon lange nach Lebensdauer berechnet … früher hatte man hierbei den Anspruch, dass man ein großes pi mal Daumen hatte. Heute … so haben es mir Ing. Kollegen aus der E-Branche erzählt, werden bewusst Bauteile implementiert, die einen frühen Tod des Gerätes bringen sollen. Man sprach sogar von Zählern. Von daher wäre ich froh, wenn hier Licht ins Dunkel kommt.

    • Rainer says:

      Hallo, Miele hat ja tatsächlich einen legendären Ruf, die Geräte sind aber auch um Welten teurer als andere. Aber was Autos angeht, so möchte ich heute keinen Käfer mehr haben. Damals hat man doch gefeiert, wenn ein Motor 100 000 km durchgehalten hat. Wir hatten einen VW 1500 S (der mit dem Doppelvergaser, der nie unter 10 Liter soff !). Zwei Motoren haben noch vor Erreichen der 60 000 km die Löffel abgegeben. Das vergleiche man mal mit heutigen Motoren… Also, keine Nostalgie bitte, man kennt das ja, früher waren die Winter kälter und der Schnee lag immer höher, dafür war man ja auch kleiner…

      • Thomas says:

        Genau VW; moderne Motoren von diesen Hersteller halten noch nicht mal 60000Km (TSI)!
        Kaufe da lieber einen Billigheimer und fahre wenigstens 60 000km!

      • Leo says:

        Mit der Lebensdauer eines VW Käfers oder eines 1500er Volkswagen habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht.
        Habe mir Anfang 1992 einen Nissan 100 NX gekauft.Er hat noch den original Motor und Getriebe und hat jetzt fast 420000 km auf dem Buckel….und lauft..und läuft..und läuft.Unkaputtbar.

      • JanineM. says:

        Also zu den Motoren fällt mir noch ein, das der alte Benz eines Bekannten locker 600.000 km gelaufen ist (diesel) und immer noch laufen würde wenn der Turbo nicht versagt hätte, das Auto seiner Mutter ebenfalls ein Benz jedoch ein paar Jahre jünger als sein eigenes ist auch um die 400.000 km gelaufen und läuft immernoch (auch ein Diesel), beide Autos sind Mitte der 90er gebaut worden, alte E und alte C Klasse.
        Meiner Meinung nach eines der langlebigsten Autos das Mercedes seit den 90ern gebaut hat, die bekommt man so schnell nicht kaputt als normaler Fahrer.
        Inzwischen muss man ja ein Techniker haben um einen Mercedes verstehen zu können. Da piepst und tutet einfach mal irgendwas und man weiß überhaupt nicht was los ist, so passiert einem Freund der ein neues E Klasse Coupé fährt und eines Tages auf der Autobahn ein schrilles piepsen vernahm, schnell zur Raststätte fuhr und dann durch das nächst gelegene Mercedes Autohaus abgeschleppt werden durfte…. Was das Auto dann für nen Problem hatte wussten die in der Werkstatt auch nicht ^^

    • Patricia says:

      Also zum Thema Miele… TOP MARKE und super KULANZ Waschmaschine 8 Jahre alt wurde auf KULANZ repariert …. bin mit Miele aufgewachsen…. okay in meinem Haushalt gibt es z.z keine Miele aber als Azubi wäre der anspruch auch ein bissel HOCH 😉 Wo ich mich sehr Ärger das ich mir keine geholt habe da meine schon nach 6 Monaten einen schaden hatte mal sehen sie geht jetzt bald ins 1 Jahr :$

  3. D. Sommer says:

    Zunächst einmal: SUPER, daß es endlich solch eine Seite gibt. Es MUß einen „Pranger“ für Firmen und deren Mist-Produkte geben, nicht nur, um andere zu warnen, sondern auch, um eben DIESE Firmen zum Umdenken zu bewegen.
    Aber zum Thema: Es sind nicht immer die Konsumenten, welche mit ihrem Kaufverhalten dazu beitragen. Sicher, es gibt Menschen, bei denen ist der Geldbeutel eben nicht so gefüllt wie bei anderen. Hier sei aber gleich gesagt: Wer billig kauf, kauft zweimal.
    Sicher, man sieht es einem Produkt nicht auf anhieb an, ob es etwas taugt oder nicht. Hier sollte man sich eventuell im Internet zuvor etwas informieren.
    Hersteller wollen ihre Produktionskosten so gering wie möglich halten. Deshalb lassen sie im billigen Ausland produzieren, weshalb ich persönlich recht wenig auf das „Gütesiegel“ Made in Germany recht wenig gebe. Ein Beispiel? Die Firma Miele läßt in fernost produzieren, verkauft ihre Produkte hier aber im Land recht teuer. Ich sage ja nicht, daß solche Produkte schlecht sein müssen, aber wäre es (vorrausgesetzt ein solche Produkt darf man als GUT bezeichnen) nicht angebracht, dann einen fairen Preis für Qualität zu verlangen, anstatt nur ein „Made in Germany“-Siegel draufzukleben?
    Überteuerte Produkte müssen nicht zwangsläufig besser sein als billigere. Aber dies muß der Verbraucher letztendlich selbst am Ladenregal entscheiden.

  4. Werner says:

    Hallo zusammen,
    oft wird Miele als das Paradebeispiel für Qualität und Service gelobt.
    Früher war das vielleicht so. In der neueren Zeit bin ich von der „Miele-Kulanz“ auch schon schwer enttäuscht worden. Und da frage ich mich dann – warum ich den doppelten Preis bezahlen soll, wenn das Produkt vielleicht nur kurz länger hält, und die Kulanz auch nicht (mehr) besser ist, als bei anderen Herstellern.
    Das Thema Auto ist sehr schwierig. Hier kenne ich alle Facetten.
    Rainer hat nicht unrecht. Für den täglichen Gebrauch möchte ich auch kein Auto aus früheren Zeiten mehr fahren.
    Früher (in den 70ern) hatten meine Eltern z.B. einen „großen“ BMW mit 3 Liter-Sechszylinder-Motor. Nach 80.000 km hatte der Wagen einen kapitalen Motorschaden. Nach Reklamation bei BMW kam ein Schreiben zurück – sinngemäß: „Von einem Auto des momentanen technischen Entwicklungsstand kann man nicht mehr als 80.000 km erwarten“.
    Diese Aussage wäre heute so nicht mehr möglich – allein aus Image-Gründen.
    Dagegen hat mein Onkel seine C-Klasse (Benziner) in ca. 10 Jahren über 300.000 km gefahren (mit dem ersten Auspuff). Ein Kollege mit dem gleich Modell war total unzufrieden.
    Mein eigener Corsa (BJ 2009 und inzwischen nicht mehr in meinem Besitz) hatte zwei Monate nach der offiziellen Garantiezeit einen Getriebeschaden – Kulanz? – Natürlich nicht!!
    Ein Kumpel fährt ebenfalls einen Corsa und ist sehr zufrieden.
    Deshalb finde ich ein objektive Einordnung von Automobilen kaum möglich – die Streuung ist hier einfach zu groß.
    Nur in Punkto Garantie könnten sich die „Deutschen Hersteller“ inzwischen etwas von der asiatischen Konkurrenz abschauen (hier sind 5 oder 7 Jahre möglich).
    Warum nicht bei den „Premium“ Automobil-Herstellern?
    Ich für mich führe eine persönliche „schwarze Liste“, auf dieser Marken bzw. Hersteller vermerkt werden, die mich enttäuscht haben, und somit aus Prizip nicht mehr gekauft werden.
    Nur so kann ich (einen winzigen Teil) dazu beitragen, dass sich der ein oder andere Hersteller vielleicht wieder besinnt und Wert auf bezahlbare Qualität legt.

  5. Tobias Grün says:

    Zum Thema „es geht auch anders“. Es gehtn natürlich auch anders. Wenn ich mir z.B. wie mein Vorposter anschauen, dass ich etwa bei asiatischen Autoherstellern bis zu 7 Jahre Garantie bekomme, ist das für mich etwa schon ein entscheidendes Kaufkriterium. Warum sollte ich mich mit zwei Jahren Garantie für vermeintlich deutscher Ingenieurskust zufrieden geben?

    Ein anderes Beispiel, dass es auch anders geht ist mir aus meinem Hobby bekannt.
    Namenhafte Hersteller von etwa Lautsprechern, Verstärkern oder CD-Spielern geben standartmäßig meißtens 5 oder 10, teilweise sogar 20 Jahre Garantie.
    Wenn ich das von einem CD Spieler für 800€ erwarten kann, warum dann nicht auch für eine Waschmaschine für 800€??

    Grüße
    Tobias

  6. bernie8500 says:

    hi
    Wer in diesem Land ist denn noch so blauäugig, das er immer noch nicht mitbekommen hat was hier läuft ?????

    Willkommen in der Wegwerfgesellschaft !!!!!!
    Keiner will sie und alle haben sie bereits.

    Die Auffassung es seien nur ” Ausrutscher der Industrie” oder “unglückliche Zufälle” sowie “Montagsgeräte” ist schlichtweg falsch.
    Der Markt beweist doch seit Jahren das die Hersteller die Prozesse immer besser beherschen und steuern können.
    Dagegen sind Ausfälle wärend der Garantie schon viel eher als bedauerliche
    Ausrutscher anzusehen , denn diese kosten den Herstellern Geld, was sie
    in den letzten Jahren den Garantieleistern (mittelst. Unternehmen) schon kräftig zusammengestrichen haben.

    Machen wir uns doch nichts vor.
    So blind kann man doch nicht sein.
    Die Industrieunternehmen sind allein am Absatz Ihrer Produkte interessiert
    und nicht am Wohle des Verbrauchers oder der Umwelt.

    Trotz allem ,Schöne Ostern

  7. lowcost says:

    Während meines Studiums habe ich in einem Teppichhaus Orientteppiche verkauft. Es gab kunstvolle Einzelstücke für 25.000DM und handgeknüpfte Teppiche von 2,5×3,5m für 350DM. Beide wurden gekauft. 
    Schön war die zu der Zeit beliebte Frage, ob die Teppiche der zweiten Kategorie mit Kinderarbeit hergestellt wurden. Wer bitte glaubt, dass sich solche Teppiche ohne Ausbeutung herstellen und verkaufen lassen?
    Als Ingenieur bei einem bekannten Halbleiterhersteller habe ich in der Entwicklung gearbeitet. Die Entwicklung eines Chips für einen modernen LCD Fernseher mit  200Hz, 3D usw. kostet 50-80 Millionen €. Dieser muss dann verramscht werden, um (Geiz ist geil) Geräte mit >40 Zoll für unter 500 € zu ermöglichen. In dieser Preisregion wird bei Einzelkomponenten (wie Kondensatoren) im sub-cent Bereich kalkuliert!

    Natürlich gibt es teure UND schlechte Produkte. In den meisten Fällen aber gilt – you get what you pay for.

    Kleine Ergänzung noch: Unser Bereich wurde verkauft.  Die Firma, die den Bereich gekauft hat ist mittlerweile insolvent.

    • Herzlichen Dank für den Beitrag. Besonders bei Kondensatoren lassen sich durch geringste Mehrkosten deutliche Steigerungen der Nutzungszeit erreichen. Ihr Hinweis macht deutlich, dass hier die Kosten selbst nicht der Grund für geringere Qualität sind.

  8. Sauermann says:

    Hallo!

    Gerade eine Datenbank mit Murks würde sehr helfen.
    1. Ständen die Hersteller am Pranger. => Schlechte Produkte würden gemieden.
    2. Könnten sich Reparaturbetriebe spezialisieren und damit Reparaturen rentabel machen.
    3. Eine riesige Hilfestellung bei der Bewertung Müll oder Reparatur.
    4. Zentrale Anlaufstelle aller Probleme.

    Das alles hat das Ziele gem. ISO 9000 „Status definieren -> besser werden -> Perfekt wird es dann von selber und noch besser“.

    Carsten

    P.S: würde mich auf Reaktionen freuen.

    • Hallo Carsten, Deine Spezifikationen werden im neuen Portal berücksichtigt werden. Deine Mitwirkung dabei ist hilfreich. Bitte kontaktiere mich doch per email (siehe Impressum). Herzliche Grüße Stefan

  9. medusalem says:

    Hallo nochmal,

    ich möchte hier versuchen die Preisunterschiede zumindest teilweise zu erklären. Fangen wir bei den Versandkosten an, ein beliebter Aufhänger zum Ärger von Kunden. – Wenn ein Kunde zur Post geht und einen Brief (Deutsche Post) abgibt, bezahlt er das was auf der Briefmarke steht – Porto ist von der Mehrwertsteuer befreit. Wenn ich als Unternehmer etwas verkaufe und es dann verschicke, bezahle ich genau wie jeder andere auf der Post das Porto ohne Mehrwertsteuer. Da ich dem Kunden aber den Versand in Rechnung stelle (jeder möchte ja auf einer Rechnung den bezahlten Betrag ausgewiesen haben) ist der Versand eine von mir eingekaufte Dienstleistung. Auf diese muss ich dann die Mehrwertsteuer berechnen und an das Finanzamt abführen! Als Beispiel ein Maxi-Brief 2,20 Porto und ich als Unternehmer muss dem Kunden 2,20 + 19% =2,62 Euro berechnen oder ich habe was zum Versand dazu gegeben. Beim Paket sind es zB. 6,90 -> 8,21 Euro usw…

    Ich muss auch die Arbeitszeit zum Verpacken, Klebeband, die Verpackung usw. bezahlen. Und ich muss in Deutschland einem Verbund des Dualen Systems für die Verpackungsmittel anschließen, damit ich dem Kunden überhaupt ein Paket schicken darf! Das kostet auch Geld und ist entstanden weil die Kunden die Verpackungen angeblich im Hausmüll entsorgen… (Ich habe vier verschiedene Abfalleimer – und denke dass das auch viele andere so halten.)

    Ein weiterer, teurer Punkt ist das Anmelden bei der EAR, der Stiftung für Elektronik Altgeräte Recycling. Das basiert alles auf Beschlüsse der EU, an die sich Firmen die aus China versenden oft nicht halten. Als Produzent von Elektronik (eine Elektronik wiegt bei uns oft nur ein, zwei Gramm) muss ich bereits für kleinste produzierte Mengen mehrere Hundert Euro im Jahr bezahlen! Die Verwerter verdienen aber am Recycling immer mehr.

    Das sind nur drei der Gründe warum in Deutschland produzierte Elektronik teurer ist als in China, Indien, usw. Die Lebenshaltungskosten von der Miete über Krankenkasse, Strom, Gas, Wasser usw. und natürlich auch der Lohn in Deutschland ist auch wesentlich höher, wer will schon für einen Euro acht Stunden arbeiten.

    Ich möchte das Deutschlans auch noch in einigen Jahren existiert. Deshalb kaufe ich weniger aber gute Produkte die auch mal über die Garantiezeit hinaus halten.
    (Eine Metabo-Stichsäge aus meiner Werkstatt hat 5 Jahre Innenausbau und mehr hinter sich, und „feiert“ dieses Jahr Ihr 20-Jähriges „Leben“ !)

    Wenn wir Qualität haben wollen und uns ein wenig an der Umwelt liegt
    ist Geiz NICHT geil!

    • Peter says:

      hallo medusalem,
      ich möchte hier auf deinen Kommentar vom 10.04. antworten (leider war dort kein Antwortbutton)
      Mir ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass ich den Verbraucher nicht für dumm halte, sondern für leicht manipulierbar !!
      Hierzu möchte ich auf „Zeitonline/Psychologie/Das will ich haben“ verweisen.
      Außerdem haben eher kleinere Betriebe nicht das Budget für grosse Werbemaßnahmen – woher soll der Verbraucher dann also auch andere Betriebe kennen – ein weiteres Problem !

  10. Björn says:

    Hallo Zusammen, habe gerade von dieser Seite erfahren und finde den Ansatz ganz gut. Was mir allerdings fehlt ist eine schärfere Abgrenzung zwischen frustrierten Käufern/Einzelfällen und wirklich statistisch nachweisbar regelmäßigen Mängeln eines Produktes nach der Garantiezeit. Einzelfälle wie zB die defekte Senseo gibt es immer, kein Produkt ist perfekt, meine verrichtet jetzt schon seit 5 Jahren Ihren Dienst. Wenn Ihr also von „geplanter“ Obsoleszenz berichtet, müsste es zumindest eine haltbare Begründung dafür geben (zB 50% aller Geräte versagen im 3. Jahr des Gebrauchs, nachweisbar durch eine statistische Erhebung). Sonst ist dies in meinen Augen nur ein Forum für frustrierte Käufer, die sich darüber ärgern billig und/oder schlecht gekauft zu haben.
    Meine persönliche Erfahrung ist: wer billig kauft, kauft 2mal. Ich überlege mir immer sehr genau was ich an Elektrogeräten kaufe, informiere mich sehr genau vorab, meide so gut es geht Mediamarkt und Co. (ich bin doch nicht blöd) und laufe auch nicht jedem Trend hinterher. Nur weil es jetzt zB HD-TV gibt muss ich ja nicht gleich meinen alten Flachbild-TV verscherbeln und mir einen neuen mit super-HD Bild holen. Das ist aber leider zu oft der Fall, wir schätzen die Dinge nicht mehr, weil sie eben billig und damit allzu leicht ersetzbar sind.
    Fehlkäufe kann man nicht vermeiden.

    • Herzlichen Dank für Deinen kritischen Hinweis. Um geplanten Verschleiß sichtbar zu machen, braucht es zunächst solche Einzelmeldungen. Diesen kann nachgegangen werden. Dabei bin ich bereits ersten „geplanten Obsoleszenzen“ auf die Spur gekommen (z.B. unterdimensionierte Kondensatoren, eingebaute Akkus). Um statistische Aussagen zu ermöglichen, brauchen wir eine Sammlung von Einzelmeldungen. Auf dem künftigen Portal werden solche Statistiken verfügbar werden. Zurzeit lerne ich sehr viel aus der Vielzahl der unterschiedlichen Meldungen auf diesem Blog.

  11. G.Heilmann says:

    Hallo Leute, gut das es diese Seite gibt.
    Mein Problem, ist der Accu meines Laptop`s Acer Aspire nach ca. ein halbes
    Jahr hat dieses Teil von mal 2 1/2 Std nur noch gut ne Stunde laufzeit.
    Accu, finde ich ist ein Thema für sich.
    Lebensdauer, Ladezyklen und Preis…. ich habe mit Accus im allgemein so meine
    Probleme.
    Obwohl, ich könnte noch von meinem Festplatten Recorder (Samsung) oder
    von meinem Ventage Sat- Receiver oder von kastrierte Geräte wie PC Brenner
    und nicht zu vergessen Samsung TV Netzwerkfähig berichten.
    Sind diese Teile alles Montags Geräte.
    Die Software für diese Gerätschaften (so Denke ich) ist einfach zum Heulen.
    MfG Heilmann

  12. Hallo an alle Verbraucher,
    meiner Ansicht nach ist es für einen Käufer heutzutage schwierig zu beurteilen, ob der Preis eines Produktes Rückschlüsse auf seine Halbwertszeit zulässt. Einfach eine Grundregel anzunehmen, demnach teurere Produkte auch eine längere Haltbarkeit aufweisen setzt das Vertrauen des Verbrauchers voraus, daß es dem Hersteller nicht allein darum geht, Gewinn zu machen. Nach eigener subjektiver Wahrnehmung und Erfahrung sind es heutzutage aber auch Produkte im Mittel- und Hochpreissegment mit vertrauten Markennamen, die fast exakt zum Ende der Gewährleistungsfrist ihren technischen Dienst versagen. Als aufgeklärter Verbraucher weiß ich mittlerweile, daß geplante Obszoleszenz nicht unbedingt vor bestimmten Marken und Preisen halt macht, vielmehr lohnt es sich gerade bei hochpreisigen Produkten, da der Kunde sein konditioniertes Kaufverhalten nicht so schnell ändern wird und wieder zu einem teuren Produkt als Neuanschaffung greift. Demnach halte ich es für erstrebenswert, ein im Sinne des Verbrauchers überprüfbares Instrument einzusetzen, daß Obszoleszenz in Produkten untersucht und genaue Schwachstellen aufweist (wie eine Art TÜV), andererseits gibt es sicherlich auch eine Sparte von Konsumenten, die Produkte mit einem Anti-Obszoleszenz Siegel Kaufen würden. Ungeachtet dessen ist das Herkunftsland des Herstellers bzw. der Produktionsort allein nicht ausschlaggebend für Obszoleszenz. Auch Chinesen können haltbare Produkte bauen. Jede Firma hat das Recht, obszoleszente Produkte herzustellen und diese zu vermarkten und zu verkaufen. Der Verbraucher allerdings kann sich nur beschweren, wenn es ihm trotz eigener Anstrengungen (Empowerment) nicht gelingt, dieses System zu beeinflussen. Daher halte ich ein Obszoleszenzsiegel als indirekte Kennzeichnung obszoleszenter Produkt für sinnvoll.

  13. Nick says:

    Hallo,
    ich bin – wie so viele in Deutschland mittlerweile – alleinerziehende Mutter und muss leider sagen, dass ich mittlerweile jeden „Pfennig“ dreimal umdrehen muss, bevor ich ihn ausgebe. Ich gehe vollzeit arbeiten und die Kosten, die immer mehr steigen, lassen mir kaum noch Luft zum Atmen. Also schaue ich mich natürlich auch bei den Billiganbietern um, wenn es um Klamotten für mein Kind geht, welches ja unbeirrbar weiter wächst, egal, was mein Geldbeutel dazu meint. Sollte ich dabei dann Sachen kaufen, die ungleich teurer sind, dafür kann der Zwerg dann aber bis zur nächsten Hose zwei Monate mit Hochwasser rumlaufen? Tolle Sache … welche Wahl habe ich denn da noch? Ach ja, ich könnte ja wieder das ungesunde „normale“ Obst statt das – teure – gesunde Obst kaufen … ist ja auch egal … je schneller wir sterben, desto unproblematischer wird das mit der Rente später (freut sich doch die Regierung wieder) … stellt sich natürlich direkt auch noch die Frage: IST Bio-Obst/Gemüse überhaupt wirklich gesünder??? Aber da schweife ich vom Thema ab …

    Dass das Vertrauen der Verbraucher in die Verkäufer/Produzenten erschüttert ist, liegt doch auf der Hand. Wir bekommen immer wieder in den Medien mit, wie egal das Fußvolk allen ist. Das fängt bei den Krankenkassen an, die uns das Geld aus der Tasche ziehen und die Gewinne schön auf ihre privaten Geldbeutel aufteilen … geht bei den Politikern weiter, die uns belügen und betrügen und noch gewissenlos frech ins Gesicht lachen … und warum sollten dann die Unternehmer, die von der Politik Rückendeckung bekommen, plötzlich auf ihre dicken Geldbörsen verzichten wollen??? GEWINN machen ist doch das einzige, was heutzutage noch zählt. Wen interessiert dabei der Einzelne, der dabei den Bach runter geht … das stempeln wir mal locker als Kollateralschaden ab und weiter geht’s … und wer was anderes glaubt, der tut mir leid …

    Ich hoffe, das es bald wirklich mehr Menschen MIT EINFLUSS in Deutschland gibt, die merken, was hier passiert und dass Deutschland (Europa???) langsam aber wohl unaufhaltsam in den Ruin gewirtschaftet wird. Es wird ein paar wenige Gewinner bei dieser Talfahrt geben … wie immer … und der Rest … na ja, wen kümmert’s?

  14. Ich fahre einen 20 Jahre alten Wagen, der bis auf ein paar Alterswehwehchen tadellos läuft.
    Vom gleichen Hersteller waren die Fahrzeuge bis zum ende dieses Models als geradezu ÜBERLANGLEBIG verschrieen. Bei mir ist die Abdeckung der Innenlampe defekt und ich tausche sie für ein Taschengeld aus der Portokasse. Glühlampen tausche ich alle Jubeljahre bequem selber, Öl kann ich für Motor, Servolenkung und Co selber nachfüllen. In der Bedienungsanleitung und an den Aggregaten steht, was rein gehört.
    Das Nachfolgemodell meiner Mutter glänzte dann als dreijähriger beim TÜV mit zum Teil lebensgefährlichen durchrostungen an tragenden teilen und ähnlichem Murks. Alle Paar Wochen neue Glühlampen und ähnliches. Nur zu wechseln, wenn man sich vorher alle Fingerknochen gebrochen hat. Im Kombiinstrument fielen nach und nach die Pixel aus, Austausch nur Komplett für einen dreistelligen Betrag. Am Scheinwerfer die Stecksockel für die Birnen verschmurgelt, Anruf beim Zulieferer, Repsatz für 5 € bestellt, 5 Minuten Löten und gut ist. Der Hersteller wollte 200€ pro neuem Scheinwerfer. Anders gings nicht.
    In der Bedienungsanleitung steht übrigens, das man zum Austausch der Kennzeichenbeleuchtung den Service Partner aufsuchen muss. Weil die Kofferraumverkleidung raus muss. Ein kleines Kläppchen an passender Stelle hätte es auch getan.
    Auffüllen der Servolenkung ist übrigens genau so einfach wie bei meinem alten Auto. Nur muss man vorher die Motorverkleidung abschrauben, die mit Schrauben befestigt ist, die kein normaler Heimwerker hat. Ich bin nicht normal. Und mach das selber.

    Der Nachfolger war noch grausamer. Er hat die Glühlampen noch schneller gefressen. Und ich musste mir zum austauschen noch mehr Knochen verbiegen. Baut man die Räder ab, schaut man auf nacktes Blech. Unterbodenschutz? Nein, Danke. Durchrostung vorprogrammiert.

    Aber immerhin hat er einen Rußpartikelfilter. Der sich bei Stadtverkehr zusetzt. Und dann dafür sorgt dass der Spritverbrauch von 6 auf 10 Liter steigt, weil ja mehr Sprit in den Motor muss, um den Partikelfilter freizubrennen. Bei einem Fehler in der Anlage brennt er auch gerne mal mehr als Notwendig frei. Der überschüssige Sprit gelangt ins Öl. Steht man kurz vorm Ölwechsel, verdünnt es das öl und man hat einen leckeren Lagerschaden. Der Motor ist hin. Warnungen? Im Handbuch auf Seite 246 von 350 Fußnote 7 b. Aber so geschrieben, das es kein Schwein versteht.
    Betriebstoffe? Kommt man auch überall nur umständlich dran. Und welchen man braucht kann man einer Tabelle entnehmen. Was davon jedoch für genau dieses Auto gilt, weis der Erbauer und vielleicht noch Nostradamus. Dann wars das auch.

    Nach 4 Jahren ging das Auto endlich. Nachdem es 4 Turbolader, einen Komplettmotor und diverses anderes neu erhalten hatte. Die Fensterheberschalter: Alle 4 nur als Einheit zu tauschen. Bei meinem krieg ich sie einzeln. Kosten auch nur 1/5.
    Übrigens nahm das Auto meine Mutter mit. Als der letzte Turbolader über den technischen Jordan schwamm, ist meine Mutter umgekippt. Und seid dem liegt sie im Koma.

    Der Motor fiel innerhalb der Garantiezeit aus. Seid 3 Jahren streiten die Winkeladvokaten des Herstellers mit allen Juristischen mitteln. Und jedes Mal wenn wir eine IHRER Aussagen entkräften, kommen sie mit was anderem.

    Warum ich das Schreibe?
    Ganz einfach: für mich liegt der Murks in der Gesellschaft. Wenige dinge kann man heute noch in entsprechender Qualität kaufen. Entweder ist die Lebensdauer künstlich begrenzt, damit die Hersteller ihre neuen Entwicklungen an den Mann und die Frau bringen können ODER die Geräte sind nicht Ausgereift.
    In einigen Bereichen habe ich gar nicht mehr die Option, mich für ein wertigeres Produkt zu entscheiden. Vielfach kommen die „deutschen Markenprodukte“ nur noch dem Namen nach von deutschen Herstellern. In Wirklichkeit werden sie in Billiglohnländern produziert und unter dem Bekannten Namen vertrieben. Hier steht wirklich die Entscheidung, ob ich für den Namen mehr bezahlen möchte. Klares Nein.
    Bei vielen Geräten in der Telekommunikation, der Unterhaltungsindustrie und Elektronik ist das definitiv so.
    In anderen Fällen frage ich mich natürlich, ob mir der Mehrwert etwas bringt. Ob ich ein Werkzeug vom Markenhersteller X oder als Billigversion kaufe mache ich tatsächlich vom Einsatz abhängig. Ein Gerät, das ich nur 2 mal im Jahr brauche, kaufe ich für 50€ und nicht für 1000.

    Doch es gibt da noch einen Punkt. Abwrackprämie. Gibt es schon lange. Vor 20 Jahren warb ein Geschäft: Kaufe einen neuen Rasierer und wir rechnen dir für den alten 50 DM an.
    Manchmal setzt aber auch hier der Verstand aus. Viele haben vor einigen Jahren ihre gepflegten Altfahrzeuge auf den Schrott gepackt und sich einen neuen gekauft. Warum?
    Für die 1000€? Die der Hersteller vorher draufgeschlagen hat. Kostete ein XY seiner Zeit
    10 000€, nach Abzug der Prämie 9000, kostete das gleiche Auto kurz nach Ablauf der Prämie auch nur noch 9000 €.
    Statt eines gepflegten Gebrauchten hab ich nun einen neuen Wagen vor der Tür stehen, der nur noch in der Werkstatt zu warten ist und vermutlich keine 10 Jahre alt wird. Wie gesagt. Mein Auto ist 20 Jahre alt. Und da klappert nicht viel. Wie schaut’s bei einem 3 Jahre alten 10000€ Auto aus? Klappert der?

    Geiz ist geil.
    Zu billig gekauft – ist zwei mal bezahlt.
    Ich bin Geizig und bezahle nur einmal. Und kaufe mir nach Möglichkeit was gescheites.
    Und wenn die Qualität stimmt, zahle ich gerne etwas mehr.

  15. tom3564 says:

    meine erfahrung bzgl. obsoleszenz ist die, dass man nicht pauschal sagen kann, dass billige ware diejenige ist, die (geplant) relativ schnell kaputt geht. mir ist das sowohl bei teuren als auch bei billigen dingen gleichermassen passiert.

  16. Hallo Leute,

    beim murks sollte man nicht vergessen das viele Produkte auf den Markt geworfen werden nur um der erste am Markt zu sein.
    Früher gab es (angenommen) nach 5 Jahren ein anderes Auto auf dem Markt, kommt heute alle 3 Jahes ein neues Modell. Egal, der 1. sein, der erste sein in den Medien.
    Man merkt es auch bei Firmen, der Termindruck ist immer zu hoch. Ein Haus soll 3 Monate früher fertig sein. Hingeklatscht – fertig.
    Ein Tunnel wird gebaut, gebuddelt – zu spät fertig hohe Geldstrafen.

    DDR aufgelöst, Konkurrenz Produkte gezielt vernichtet.
    EU Konkurrenz, Internet-Versand. Der Markt ist unendlich weit und groß geworden.
    Bessere Prodkte zu produzieren ist schwieriger geworden. Der Service müßte dafür besser werden. Aber viele Firmen bieten nur noch Wegwerfprodukte an, weil die EU Vorschriften macht wegen unsachgemäßer Öffnung.

  17. Peter(TOO) says:

    Hallo,

    Ich war 35 Jahre mit der Entwicklung von Industrie-Elektronik beschäftigt, da ist eine störungsfreie Lebenserwartung von 10 Jahren etwas normales. Typisch für ein gut konstruiertes Gerät ist dabei, dass jedes Gerät einen anderen Defekt aufweist oder ein Fehler einer bestimmten Bauteilcharge zugeordnet werden kann, andernfalls liegt ein Designfehler vor.

    So um 1980 habe ich bei meinem Revox B77 die Zeitkonstante der Bremse verändert. Dabei ist mir aufgefallen, dass Bauteile maximal mit 50% der zulässigen Leistung belastet werden. Ich habe dann weitere Schaltungsteile nachgerechnet, mit immer dem selben Ergebnis. Scheint eine Designregel bei Studer/Revox gewesen zu sein.

    Bei der gelegentlichen Reparatur von Consumergeräten im eigenen Haushalt und von Freunden ist mir immer wieder aufgefallen, dass da z.B. ein WIderstand mit 120% der nominalen Leistung betrieben wird, logischerweise brennt genau dieser durch.

    Auffällig war schon immer, dass wenn man Modell, Hersteller und Fehler bei einem Kollegen aus der Radio/TV-Banche angibt, fast immer eine klare Antwort in Form von „da ist xyz deffekt“ bekam.

    Der Murks hat also schon seit Jahrzehnten System!

    • schlingel says:

      hi,
      Zitat „Der Murks hat also schon seit Jahrzehnten System!“

      Ja, seit 1932, schonmal was von geplanter Obsoleszenz gehört?
      Ich weiß garnicht weshalb ihr euch bemüht.
      Kaptialismus (Maktwirtschaft) muss Müll produzieren das liegt in der Natur der Sache.
      Produkte die lange halten oder ewig fhalten führen zur Pleite der Firma (kein Profi/Umsatz = Insolvenz,Arbeitslosigkeit der Arbeiter usw.).
      Es gibt sogar Studenten die lernen wie man Produkte entwickelt deren Ablaufdatum man
      bestimmt.
      Es werden heute Bauteile verbaut die teuerer sind (kurzlebiger sind) als billigere Bauteile
      (die länger halten), damit das Produkt (z.b. TV Geräte/ Waschmaschinen) nach 2 Jahren
      den Geist aufgibt.
      Alles was wir tun ist ein Tropfen auf den heißen Stein wir werden das System nicht ändern!
      leider
      Auch „Markenfirmen“ unterliegen (oder erst recht) den Gesetzen der Marktwirtschaft,
      weder Mercedes noch Adidas oder wer auch immer ist daran interessiert etwas nachhaltiges
      langlebiges zu entwickeln / produzieren das würde auf Dauer die Existenz des Unternehmens gefährden.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz

      mfg
      man sieht sich 😉

  18. Seb says:

    Also ich muss sagen,
    durch das Lesen verschiedener Tests zu Produkten die ich mir in näherer Zukunft anschaffen wollte, bin bisher im großen und ganzen von „MURKS“ verschont geblieben. Dabei ist der Unterschied zwischen teuer und günstig nur gering, es kommt auf das Produkt selber an. Allerdings muss ich sagen, dass das teuerere Produkt doch häufiger in den Tests vor dem billigeren liegt.
    Jedenfalls, 90 % meiner Elektronikaustattung hat seine Garantiezeit deutlich hinter sich und es lebt alles noch.
    Angefangen von PCs über Fernseher, Handys, Musikanlagen zu Lampen habe ich nichts zu bemängeln.
    Ich konnte sogar einige Produkte nach Ersetzung durch neuere Geräte weiter verkaufen. Da ich im regen Kontakt mit meinen „Kunden“ stehe, weiß ich, das 80 % dieser Geräte mind. zwei weitere Jahre funktionstüchtig geblieben sind.

    Also ich behaupte, wenn man sich aufmerksam durch die Konsumwelt bewegt, Testberichte oder Verbrauchertests aus der eigenen Bekanntschaft berücksichtigt, kann man sich selbst vor „MURKS“ schützen.
    Desweiteren ist auch teilweise der Umgang mit seinen Produkten entscheidend für die Lebensdauer. Ich versuche stets, alles sauber, ordentlich und geschützt zu halten, so hab ich mehr von den Produkten; netter Nebeneffekt, sie sehen weiterhin fast wie neu aus.

  19. Anke says:

    http://www.rozek-komponenten.de/
    Ich hoffe das ist keine Schleichwerbung: aber ich kann hier meinen alten Acer reparieren lassen, den ich sonst entsorgen müßte. Da war Murks auf dem Motherboard, die Buchse für den Stromadapter ist saublöd angelötet. Ohne Strom nützt das Ding ja nun gar nix. Grüße aus Oslo,Anke

    • Da es von Dir kommt, veröffentliche ich es hier. Könntest Du dort bitte deren Erfahrungen zum Thema geplante Obsoleszenz erfragen?

  20. Anja says:

    Interessant wäre neben dem ganzen Murks auch ein Bereich über positive Erfahrungen mit bestimmten Herstellern. Dies würde bei Kaufentscheidungen helfen. Vorausgesetzt, dass es sich hierbei nicht um versteckte Werbung handelte und die Objektivität sichergestellt werden könnte.

  21. Benjamin says:

    Hallo,

    ich habe auch eine Erfahrung mit meinem HP 6500A Drucker gemacht. Immer wenn ich günstige Farbkartuschen von einem fremden Hersteller einlege, reinigt sich der Drucker nach jedem(!) einschalten min 90 Sekunden lang! Mit den original Kartuschen macht er das nur alle 2-3 Tage einmal.
    Ich kann mir gut vorstellen, das es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Da reinigen ja auch viel Tinte verbraucht, die dann in einem fest in das Gerät eingebauten schwamm landet.
    Zusätzlich ist mir noch aufgefallen, dass die Lampe vom eingebauten Scanner immer leutet, sobald ich das Gerät einschalte, auch wenn nichts gescannt wird!

  22. Wolf says:

    Das haben ja nun ja schon einige hier gesagt – und ich mache es daher kurz:
    Weder Hersteller, noch Händler haben in unserer Wirtschaftsordnung ein natürliches Interesse an langlebigen Produkten. Eher im Gegenteil.
    Durch rasche Produktwechsel mit oft marginalen neuen Features aber massiv gehypter Werbung wird versucht, auch beim Endkunden, den Wert der Langlebigkeit runter-, und den Wert des ständig Neuen rauf zu manipulieren.
    Langelebigkeit ist kein Thema, solange das Neue irgendein zusätzliches Feature bietet — und sei es auch noch so unnütz.
    Dabei gibt es aber durchaus noch Nischenmärkte, wo die Prioritäten anders gesetzt sind. Man muss nur mal eine
    Schlagbohrmaschine für unter 80 Euro, z. B. aus dem Baumarkt, mit einem Produkt für Handwerker (Fein, Hilti etc.)
    vergleichen, dass das sechs bis achtfache kostet — oder einen Blick auf die Technik in den Intensivstationen werfen.
    Es ist beleibe nicht so, dass es keine Ingenieure gäbe, die rundum hochwertige Geräte konstruieren könnten.
    Aber das rechnet sich in der Regel nicht. Jedenfalls nicht auf dem „Consumermarkt“.
    Ich sehe nicht so recht, wie sich das ohne grundlegenden Wandel ändern könnte.

    Aber wie wäre es denn, wenn ich als „consumer“ keine Waschmaschine, keinen Rasenmäher und kein Auto mehr kaufe, sondern dessen Verfügbarkeit z.B. auf 5 Jahre miete?
    Das Aufrechtrerhalten der Funktionsbereitschaft wäre dann Sache des Vermieters. Geht’s kaputt, muss er kostenlos Ersatz liefern.
    Vielleicht brächte das System sehr bald andere Produkte hervor, die sich durch Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Haltbarkeit auszeichneten?
    Letztlich kanns mir doch egal sein, ob die Bohrmaschine in meiner Werkstatt mir gehört, oder nicht — solange sie verfügbar ist, wann immer ich ich sie brauche.

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