Geplante Obsoleszenz

In der öffentlichen Debatte rund um die Ursachen, Treiber und Lösungen im Umgang mit geplanter Obsoleszenz kommt es des öfteren zu Verwirrungen in den Untersuchungen und Diskussionsbeiträgen. Dies hat oft seinen Grund darin, dass – gewollt oder ungewollt – die Erscheinungsformen von Obsoleszenz unsauber getrennt oder auch vermischt werden.

Obsoleszenz (drei Definitionen):

Duden: die [in seiner Herstellungsweise, seinen Materialien o. Ä. angelegte] Alterung eines Produkts, das dadurch veraltet oder unbrauchbar wird.

Wikipedia: (von lat. obsolescere‚ sich abnutzen, alt werden, aus der Mode kommen, an Ansehen, an Wert verlieren) bezeichnet, dass Produkte oder Wissensbestände auf natürliche oder künstlich beeinflusste Art veraltet sind oder altern.

Gabler Wirtschaftslexikon: Veralten; wirtschaftlich neben dem Nutzungsverschleiß Ursache für Abschreibungen sowie Einflussgröße bei Nutzungsvergleich. Bewusst herbeigeführte Obsoleszenz führt zu verkürzter Lebensdauer von Gütern („Wegwerf-Gesellschaft”) und zu schlechterer Qualität.

An den leicht voneinander abweichenden Definitionen werden die Unterschiede erkennbar. Gliedert man Obsoleszenz nach ihren Ursachen, so lassen sich folgende drei Grundformen voneinander unterscheiden.

  • Natürliche Obsoleszenz
  • Geplante Obsoleszenz
  • Nutzungsobsoleszenz

Die natürliche Obsoleszenz beruht auf Naturgesetzen und ist damit physikalische Rahmung für gesellschaftliches und ökonomisches Handeln. Geplante Obsoleszenz nimmt durch betriebliche Entscheidungen Einfluss auf alle Qualitätsbedingungen und die Nutzungsbedingungen der Produkte und wirkt damit auch in die gesellschaftliche Nutzungsphase hinein. Die Art und Weise, wie wir Produkte gesellschaftlich nutzen, hat seine individuellen Ursachen in psychologischer Disposition, der Sozialisation und dem kulturellen Kontext.

  • Natürliche Obsoleszenz
  • Geplante Obsoleszenz
  • Nutzungsobsoleszenz
Alle Stoffe eines Produktes oder von in der Natur vorkommenden Dingen unterliegen einer physikalisch gegebenen Obsoleszenz. Der Kreislauf vom Werden und Vergehen aller Dinge ist ein wesentliches Grundprinzip der Evolution und der Naturgesetze.

Soweit in betrieblichen Zusammenhängen (z.B. in der Produktentwicklung) solche gegebenen Eigenschaften wie Abrieb, Tribologie, Bruchfestigkeit, Erosion u.ä. erforscht (z.B. in der Materialprüfung) und für die geplante Gebrauchsdauer berücksichtigt werden, ist von geplanter Obsoleszenz zu sprechen.

Mit geplanter Obsoleszenz (engl. planned obsolescence[1]) werden die Strategien und Methoden von Organisationen (z.B. Hersteller, Einzelhandel, After-Sales-Bereich und in der Politik) beschrieben, die zu einer Verkürzung der unter sonst gleichen kostenmäßigen Umständen möglichen Nutzungsdauer führen. Vorrangiges Ziel ist dabei, so den Neukauf zu beschleunigen und die Rendite des eingesetzten Kapitals zu erhöhen.

Geplante Obsoleszenz wirkt auch in die Nutzungsphase (z.B. psychische Obsoleszenz) und Recyclingphase (z.B. durch fehlende Zerlegbarkeit oder Wiederverwertbarkeit) hinein.

Methodische Varianten wie z.B. funktionelle, qualitative, psychische, optische, politische, ökonomische Obsoleszenz sind Unterkategorien der geplanten Obsoleszenz.

Auf der ethischen Ebene der Entscheider gibt es Ausprägungen die von Billigung (in Kauf nehmen, da auch der Kunde dies nicht beachtet) über Organisations- und Gewichtungsfehler, gewollter Unterlassung oder Vorsatz bis Arglist (absichtlich geplanter, bewusst gewollter vorzeitiger Verschleiß) reichen.

Die erste Beschreibung geht auf Paul M. Gregory zurück, wobei dieser die geplante Obsoleszenz “absíchtliche Obsoleszenz” nannte: „Purposeful obsolescence exists (a) whenever manufacturers produce goods with a shorter physical life than the industry is capable of producing under existing technological and cost conditions; or (b) whenever manufacturers or sellers induce the public to replace goods which still retain substantial physical usefulness.” (Gregory 1947)

Geplante Obsoleszenz in der bisherigen Form missachtet die Anforderungen einer nachhaltigen Kreislaufführung. Die ökonomischen Wirkungen (business case), die Umweltwirkungen (Schadschöpfung) und gesellschaftlichen Wirkungen (social case) der geplanten Obsoleszenz sind erheblich (Schridde et al. 2013).

[1] Der Begriff „planned obsolescence“ wurde zuerst 1932 von Bernhard London verwendet.

[2] Gemäß Definition in §13 BGB: „Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.“

Gregory, P.M. (1947). A Theory of Purposeful Obsolescence. Southern Economic Journal / Vol. 14, No. 1 (Jul., 1947), pp. 24-45. Published by: Southern Economic Association

Schridde, S. (2012). Geplanter Verschleiß schadet allen. in: umwelt aktuell Mai 2012

Schridde, S., Kreiß, C., Winzer, J., (2013). Geplante Obsoleszenz: Entstehungsursachen – Konkrete Beispiele – Schadensfolgen – Handlungsprogramm. Gutachten im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Berlin: ARGE REGIO Stadt- und Regionalentwicklung GmbH

Verhaltensausprägungen der Konsumenten, die zu einer verkürzten Produktnutzung führen, soweit diese nicht durch Methoden der geplanten Obsoleszenz herbeigeführt werden, gehören in den Bereich der Nutzungsobsoleszenz. Die Ursachen liegen in den individuell begründeten Verhaltensweisen und psychologischen Ursachen. Nicht zur Nutzungsobsoleszenz gehören Verhaltensweisen, deren Anlass zwar in einer individuellen Disposition und psychologischen Ursachen liegen mag, jedoch von Unternehmen durch Produktdesign, Werbemaßnahmen oder ähnlichen Aktivitäten gezielt adressiert und/oder manipuliert werden.

Comments: 25

  1. Mennen says:

    Mein Kaffeevollautomat AEG C5000 nach 4 Jahren Totalausfall. Vielleicht auch nur ein Stein im Kaffee. Neues Mahlwerk 62,99 € lt. Internet. Der Kundendienst von Electrolux verlangt das Doppelte. Hier meine mail.

    Ach Gott,
    erst ein auf Verschleiss gebautes Ding fabrizieren und dann den Kunden noch mal über den Tisch ziehen, PFUI.

    Das komplette Mahlkwerk kostet 62,99 € inkl. aller Nebenkosten!

    schrieb:
    Guten Tag Herr Mennen,

    vielen Dank für Ihre Anfrage.

    Folgendes wäre lieferbar:

    Bstnr. MÜHLE,KOMPLETT 407 13 93-71/6 Pos. 062
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    Versandkosten richten sich nach dem Bestellwert. Die Versandkosten beziehen sich auf alle angebotenen Ersatzteile.

    Freundliche Grüße

    Gerlinde Schoger

    Electrolux Service GmbH
    Ersatzteilservice Deutschland
    Fürther Straße 246
    90429 Nürnberg

    • Michael S. says:

      Hallo,

      Ich habe eine AEG Cafamosa 90, die ich als defekt bekommen hatte und selbst repariert, die Pumpe für ca. 26 EUR war defekt.

      Für Kaffeevollautomaten verschiedenster Hersteller gibt es bei Komtra.de sämtliche Erstazteile von Elektronikbauteilen bir zur Gehäuse Schraube und was noch besser ist: sämtliche Anleitungen wie man die Gehäude richtig öffnet (so dass keine Rater und Haltenasen abbrechen) und auch Anleitungen wie man Brühenheiten und Hezungen revisioniert (zerlegen, säubern und mit neuen echten Verschleißteilen wie Dichtungen wieder zusammenbaut).

      Ich selbst habe mit dem Shop nichts zu tun und will keine Werbung machen – aber poste dies trotzdem weil es ganau hier hin gehört! Ich hoffe Ihr seht das auch so.

      Beste Grüße
      Michael

  2. gerraldo says:

    Und obendrauf kommen dann noch unfähige/unwillige Fachkräfte (?) in den Werkstätten. Glücklicherweise habe ich eine technische Ausbildung und kann eine erste Begutachtung bzw. kleinere Reparaturen selbst durchführen.

    Ein Beispiel gefällig?
    Bereits beim fünften HDD/DVD-Rekorder in meiner Familie machte der DVD-Brenner nach etwas mehr als 2 Jahren (!) Probleme. Immer mehr Rohlinge wurden verweigert bzw. schlecht gebrannt.

    Eine Reinigungs-CD/DVD hilft da nix, da muss schon das Gerät geöffnet und mit Wattestäbchen und Spiritus gearbeitet werden. Übrigens wurden 2 der Geräte bei Service-Werkstätten als Laufwerksschaden diagnostiziert (Kostenvoranschlag um die € 150-200,–)!

    Kurz gesagt, alle Geräte konnten wiederbelebt werden und versehen weiterhin klaglos ihren Dienst (Arbeitsaufwand ca. 15 Minuten, 2 Wattestäbchen und etwas Spiritus).

    Fazit: Wer sich nicht selber helfen kann oder jemand kennt, ist den (Fach)Werkstätten hilflos ausgeliefert und die machen fleißig mit, bei der „geplanten Obsoleszenz“… 🙁

    • Tolles Beispiel für Selbsthilfe nach MURKS. Könntest Du es mir bitte etwas ausführlicher mit Bildern als PDF zukommen lassen? Würde es gerne dann als Anregung zum Nachahmen veröffentlichen. Email ist im Impressum.

    • Besser als Spiritus ist übrigens reiner Alkohol aus der Apotheke.

      Ich habe ihn schon benutzt um DVD Laufwerke und Kopierer/Druckertrommeln zu reinigen.

      Einfach mit Wattestäbchen oder einem weichem, fusselfreiem Tuch abwischen und dann an der Luft Trocknen lassen.

      (Anm. Schridde: Anwendung solcher Hinweise erfolgen auf eigene Gefahr. Seid bitte vorsichtig und sorgfältig.)

      • K. Kohlhauf says:

        Wenn optische (CD-, DVD-) Laufwerke nicht meht lesen wollen, liegt oft nur Staub auf der nur wenige Millimeter großen Linse.
        Mit etwas Geschick kann man das Gerät öffnen und teilzerlegen, um an die Linse zu kommen.
        Zur Reinigung schneide ich einen schmalen Streifen (4-5 mm) von einem Brillenputztüchlein ab. Der dünne mit Spiritus getränkte Streifen beschädigt nicht die sehr weiche flexible Linsenaufhängung und beseitigt sicher die Staub und Fettschicht auf der Kunststofflinse.
        Mit einem Wattestäbchen kann nur trockener Staub abgewischt werden. Je nach Standort (Küche) klebt auch fettiger Staub auf der Linse, der so wunderbar beseitigt werden kann.

        (Red.: Die Anwendung der hier geäußerten Hinweise erfolgt auf eigene Gefahr.)

      • Jaindl Erwin says:

        Reiner Alkohol aus der Apotheke ist teurer als Spiritus – das ist nämlich lediglich vergällter reiner Alkohol, damit die Säufer den Staat nicht um die Getränkesteuer prellen können.

    • Olga says:

      Aufgrund der heutigen „Konkret“-Sendung in ORF2 und der Kommentare des Inhaber der Firma Rusz habe ich auf der von ihm genannten „Murks nein danke“-Website ihren sehr interessanten Beitrag bezüglich des DVD-Rekorders gelesen. Ich hatte kurz nach Abauf der Garantiezeit ebenfalls ein Laufwerk-Problem bei meinem Panasonic DMR E85H. Bei Mediamarkt, wo ich das Gerät kaufte, hätte ich ca. € 80,00 für einen Reparaturkostenvoranschlag hinlegen müssen, ohne die Gewähr, dass eine Reparatur überhaupt vorgenommen werden kann. Einige Zeit später las ich ein Inserat in unserem Bezirksblatt, dass „alle Geräte“ repariert werden können. Ich musste allerdings für die Begutachtung des Fehlers € 50,00 bezahlen, aber im Endeffekt konnte der DMR auch dort nicht repariert werden, obwohl ich dem Techniker auch Artikel aus dem HiFi-Forum bezüglich dieses Gerätes zur Verfügung stellte. Nun steht es bei mir als Deko nutzlos herum. Ich kaufte dann bei Niedermayer ein Silva-Schneider-HD/DVD-Gerät DVR 7260, das nach 2 Jahren ebenfalls Laufwerkprobleme hatte, und man teilte mir seitens des Lieferwerks tel. mit, dass es billiger sei, das damals aktuelle „Hofer“-Angebot zu kaufen, als im Werk ein neues Laufwerk einzubauen, da das Porto ebenfalls zu bezahlen sei. Auch dieses Gerät steht nutzlos bei mir herum, in der Hoffnung, dass die Firma Rusz vielleicht doch auch mal HD/DVD-Rekorder reparieren kann. Ich kaufte vergangenen Winter ein LG-SuperMulti-HD/DVD-Gerät , das derzeit „noch“ klaglos funktioniert und hoffe, dass auch dieses nicht wieder nach 2 Jahren defekt wird.
      Fazit: 2 HD/DVD-Rekorder, die knapp nach Ablauf der Garantiezeit nicht mehr funktionierten
      und 1 Gerät, von dem ich hoffe, dass es keine Sollbruchstelle hat.

    • GBrunner says:

      Die Absicht ist gut, aber mit Spiritus-Tipps muss man vorsichtig sein. Üblicherweise denkt man dabei sofort an Brennspiritus, der aber diverse Kunststoffe nachhaltig angreift, was in diesem Fall zurirreversiblen Linsentrübung führen kann. Spiritus (auch Weingeist genannt) ansich ist nichts anderes als Ethanol, üblicherweise Kartoffel- oder Weizenschnaps (auch -‚Korn‘) – also durchaus geniessbar und nicht übermässig aggressiv. Damit z.B. der steuervergünstigte Brennspiritus nicht einfach als billiges Mittel zur Rauscherzeugung missbraucht werden kann, wird er vergällt, also ungeniessbar gemacht. Danach kann er durch die zugesetzten Vergällungsmittel für technische Anwendungen an Kunststoffen durchaus zum Desaster werden.

      Also: wenn Spiritus, dann nicht mehr als 70%igen, und der sollte nicht vergällt sein. Genausogut kann man Isoprohyl nehmen. Beides ist in der Apotheke in kleinen Mengen für wenige Euro zu haben – ca 100ml ca 2-3€ sind keine Unsummen für gelegentliche technische Anwenungen und mit 100ml kommt man lange aus.

      Dies nur als Anmerkung. Ansonsten arbeitet man unnötig den Herstellern zu, die es gerne sehen, wenn neue Produkte gekauft werden (müssen). Wenn man bei einigen Kunststoffarten Glück hatte, bedeutet das nicht, dass es für alle anderen auch gelten muss. Man weiss nie, was verbaut wurde oder in Zukunft verbaut wird.

  3. Stulle says:

    Tja..Eine schön Computergenerierte Antwort..Soviel sind Kunden hier noch Firmen wert..Unfassbar

  4. Dietmar Lüdemann says:

    Bei der Reinigung von Laser-Linsen in Laufwerken von CD-Playern usw. sollte der Gebrauch von Lösungsmitteln jeder Art unterlassen werden, da diese Linsen größtenteils aus Kunststoff gefertigt sind und somit trübe werden können.

    Der Gebrauch eines Wattestäbchens, ohne dieses mit irgendwelchen Flüssigkeiten zu benetzen, reicht nach meiner Erfahrung vollkommen aus.

    Didi

  5. Ingrid Paech says:

    Was hier alles über „vorprogrammierte Defekte“ hinsichtlich elektrischer Geräte beklagt wird,ist mir längst nicht undbekannt,denn bereits vor ca. 20 (oder auch mehr) Jahren,als eine 3 Jahre alte elektrische IBM Schreibmaschine repariert werden sollte,wurde mir vom Kundendienst gesagt,daß dafür lediglich eine Lebensdauer von 3 Jahren eingeplant sei.Und im Moment kämpfe ich hinsichtlich Kompressionstrumpfhosen – ja,lacht ruhig,bin halt ’ne PC-„Oma“ – die lediglich halbjährlich verschrieben werden,aber konstant entweder kúrz vor oder kurz nach Ablauf der Halbjahresfrist in den Nähten aufgehen und dann nicht mehr zur Reparatur oder Reklamation angenommen werden.Ich denke mal,daß es wirklich eine vorprogrammierte Haltbarkeit bei fast allen Artikeln gibt.Gruß aus Berlin.

  6. Admiral says:

    Unsere Bosch -Waschmaschine wurde repariert – Ursache war ein
    abgebrochener Wäscheumwerfer in der Trommel. Die waren mal in
    die Trommel eingestanzt und sind neuerdings mit Plastehaken eingehängt. Schon ein Knopf oder BH – Verschluss kann die Haken
    abreißen versicherte mir ein Monteur. Die Garantie erlischt und eine
    Reparatur von 80 – 130 € wird fällig.
    Die Plasteumwerfer sind Betrug am Kunden, ein Knopf oder Hosenträgerverschlüsse können beim Waschvorgang immer mal abgehen und landen im Filter. Wenn die aber teure Reparaturen verursachen wird bewusst Pfusch gebaut, denn dieses Problem
    ist den Herstellern wohl bekannt wie ich bei einem Waschmaschinenhändler erfuhr.

    • Umut says:

      Ich erinnere mich an die Geobusiness Tagung in Mainz beim ZDF, wo der dlmgaiae Pre4sident der ADV versucht hat zu erkle4ren, warum man mit den Geodaten Milliarden verdienen kann. Das war nachher in der Diskussion eigentlich nur noch peinlich ffcr ihn. Eben verbohrter Verteidiger von Erbhf6fen im Kampf um Existenzberechtigungen. Der Artikel von ttm ist nicht Bildzeitung er ist eigentlich noch viel zu lieb geschrieben. Der erste Satz von AS macht klar. Der Autor ist ein Beamter. Man muss ja fragen, auch wenn man was positives verbreiten will . Wann hf6rt das endlich mal auf in diesem Land und wann merkt die Politik endlich, das man eine AdV fcberhaupt nicht braucht. Weil, einig sind die sich nicht untereinander, ich meine die c4mter der einzelnen Le4nder.Aber: Der Film ist echt gut. Ehrlich. Er ist ffcr fast alle Zielgruppen gut, denen man erkle4ren will, was Geodaten machen und welche Methoden notwendig sind ffcr die Erfassung. Kann man Mutti zeigen und auch in der Schule. Ist ein Pluspunkt ffcr die AdV. Verstanden habe ich aber nicht den Hinweis im Film auf das Thema Navigation. Das machen doch die Anbieter selber mit den Daten. Grade die AdV hat es doch verpasst hat wegen der Unkenntnis der potentielle Me4rkte ATKIS Daten routingfe4hig zu machen. Da haben dann andere die Milliarden gemacht. In Industrieunternehmen we4ren hier im Management Kf6pfe gerollt. Aber, man ist ja hoheitlich und nicht angreifbar. Als Politiker, der die enormen Etats der LVAb4s sieht wfcrde ich mich schon fragen, ob nicht einfach einiges durch OSM, BING oder Google ersetzen kann. Bin mal gespannt, ob bei der AdV wieder ein Schild steht auf einer Standparty Geschlossene Gesellschaft damit ja keiner dazu kommt der da nicht hingehf6rt.

  7. Marion says:

    Gestern Abend ziemlich spät – logisch, damit es nicht zuviele Menschen sehen – kam auf einem Sender – weiß leider nicht mehr wo – ein großartiger Bericht, über eben diese Machenschaften. Ich kann jedem nur empfehlen, macht nicht mit bei diesen Dingen! Das geht alles auf Kosten unserer Umwelt und allen hier im Forum sei gesagt, das ist großartig was ihr macht – repariert was ihr könnt! Irgendeiner kennt immer mal jemandem, der was basteln kann. Ich habe das Glück, das ich einen Mann mit wirklich goldenen Händen habe, bei uns wird alles repariert was machbar ist, wir haben dadurch schon viel Geld gespart. Und wir achten drauf, nur deutsche Produkte zu kaufen, wo wir sicher sein können, noch Ersatzteile zu bekommen. Ist erst mal teurer, aber im Nachgang spart man viel Geld und zudem helfen wir, die Arbeitsplätze im Land zu lassen. Lasst Euch nicht von der Wirtschaft und den profitgeilen Lobbyisten zu dummen hirnlosen Konsumzommbies machen. Es gibt immer Alternativen.

    • Klaus says:

      Habe diesen Bericht auch iwo im TV gesehen, war sehr interessant z.B. die Sache mit dem Drucker-Chip, welchen man per ExpertenSoftware resetten kann sodaß der weitere 2(?) Jahre printet.
      Es könnte durch solche Machenschaften der Hesteller passieren daß iwann selbst der letzte Markenfetischist auf NoName-Produkte aus Fernost etc. umsteigt und somit diese ganze Masche „nach hinten los geht“.

  8. Silvia says:

    Bei uns gibt es eine Firma, da kann man Elektrogeräte leasen. 4 oder 6 Jahre . Da ist für ca. 15 Euro/Monat alles drin jegliche Reparutur, Austausch etc. Nach Ablauf der Zeit kann man das Gerät für ca. 2 Leasingraten endgültig kaufen.
    Der Witz, diese Geräte gehen nie kaputt…..und halten noch Jahre nach der Leasingzeit.
    Des Rätsels Lösung: es werden durch diese Firma einfach obsoleszenzfreie Bauteile eingebaut. Die haben kein Stress mit Reparaturen und Du als Kunde freust Dich über das funktionierende Gerät.
    Wie wäre es wenn jemand der sich richtig gut mit der Technik auskennt, mal Tipps gibt was man bei einem neuen Gerät tauschen soll, damt es ganz bleibt.
    Das wäre doch hilfreich und eine echte Marktlücke…Nach dem Motto : Wir machen Ihr Altgerät obsoleszenzfrei oder so:-)

    • Carlos says:

      Das gibt es im Hifi bereich schon längst. Da kostet ein cd-player z.B. 5000 Euro und ist für die Ewigkeit. Ok, die Klangqualität ist ja eine ganz andere als ein player für 300. Der witz aber ist dass heute selbst 300 zuviel für ein ottonormalverbraucher cd-player sind und dieser dann nach ein paar jahren defekt ist, wohingegen in den 80ern die cd player für 500 DM immer noch heute laufen, obwohl die Lasertechnik und die Fehlerkorrektur schwacher und schlechter waren und meine Schwester in ihren 1987 cd-player immer verstaubte cds einlegt (sie ist recht pragmatisch veranlagt) und nie eine reinigungs-cd benutzt hat

  9. Andreas says:

    Beispiel Netzteile zur Stromversorgung, wie sie praktisch in allen Geräten der Unterhaltungselektronik eingebaut sind.
    Da werden häufig minderwertige Kondensatoren eingbaut die nach ca. 2-3 Jahren Betrieb austrocknen(Kondensatoren haben aber ALLE nur eine eine begrenzte Lebnsdauer, neben der Qualität ist vor allem die Temperatur im Betrieb ausschlagebend), das Gerät funktioniert dann nicht mehr.
    Ich habe damit auch beruflich zu tun, repariere reihenweise derartige Teile und kann sagen das ca. 60 -70 Prozent aller Defekte in Netzteilen nur mit Kondensatoren zu tun haben.
    Da werden Fernseher, TFT Monitore „entsorgt“ bei denen nur einige Bauteile im Wert von einigen Cent kaputt sind !
    Solche Defekte lassen sich auch von einigermaßen geschickten Bastlern selbst beheben !

    Vielleicht noch etwas zu den Marken, letztendlich ist es egal was auf dem Gerät drauf steht, die Platinen und Bauteile werden meistens nur zugekauft, da sind dann in 2 oder mehreren unterschiedlichen „Markengeräten“ die gleichen Teile drin, da ist dann gerade einmal das Gehäuse und vielleicht die Firmware eine andere…

    • Merlin says:

      Richtig! Kann ich voll und ganz bestätigen. WENN man das Netzteil denn auch aufbekommt, sinds meist die Kondensatoren. Hab schon ne ganze Kiste mit Ersatzkondis hier liegen.

  10. lebreton says:

    Man sollte endlich eine sytem klage in die wege leiten gegen verschwendung rohstoffen und sinnlose „obsolenz industrie“ die nur im namen des profits und der arbeitsplatzerhaltung agiert.
    der staat hat die pflicht solches handeln zu untersagen im namem des verstandes und der der endlichen natürlichen rescourcen.

    lösung: bedingungsloses einkommen um leute zu hindern „obsolente“ produkte zu verkaufen bzw. zu produzieren – sinnlose berufe auszuüben.

  11. Holger says:

    meine beide Iphones haben die Studie über den geplanten Verschleiß schon zwei mal bestätigt… 🙁 genau nach dem Ablauf der Garantie hatten die beiden Modellen Mängel bekommen…
    dann, nach dem ich über die Zähler im Drücker beim MuM-Magazin gelesen habe, habe ich das Gefühl meinem wird es auch bald passieren: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/geplanter-verschleiss-frueher-war-alles-besser/

  12. hier ein Bericht, wie man dem Murks u.U. heute abhelfen kann: 3D-Druck Obsoleszenz austricksen. Ein hochwertiger Bürostuhl aus Metall enthält ein Plastikteil welches den gesamten Druck der Rückenlehne abhalten muss. Bereits nach 7 Jahren gibt es für die sonst hochwertigen (und hochpreisigen) Stühle keine Ersatzteile mehr. Also selbst drucken …

  13. Merlin says:

    Alleine deswegen beorge ich mir vorzugsweise Gerätschaften aus den 30er/40er Jahren des letzten Jahrhunderts. Dort hat der Hersteller noch mit Langlebigkeit geworben und Dank Materialknappheit mußten Bauteile auch aus anderen Gebieten herangezogen werden.
    Ein paar Beispiele:
    – Rowenta Klapptoaster: vollverchromtes Art Deco Gehäuse, sieht verdammt edel aus. Dem Toast muß zugeguckt werden wie es brauner wird, wenn eine Seite fertig ist, klappe auf, Toast rutscht die Rutsche herunter, Klappe zu, Toast wird dabei gewendet und dann ist die andere Seite dran. Funktioniert nach 70 Jahren tadellos. Bauteile sind verschraubt, und können mit nur einem einzigen Werkzeug (Phasenprüfer) ausgetauscht werden. Heizwicklung ist selber herstellbar, wenn defekt. Leistung 440W.
    – AEG Fön, vollverchromtes Gehäuse, sieht ebenfalls absolut geil aus, Holzgriff, mit externem Entstörkondensator. Funktion beim Kauf nicht gegeben. Mit dem Alleskönner Phassenprüfer, den Fön komplett zerlegt. Ein alter Drehschalter, wie er damals auch zur Zimmerbeleuchtung benutzt wurde, schaltet die beiden Heizstufen. Andrückfeder war gebrochen. Federstahldraht für 1,50€ besorgt, Feder nachgebogen, eingesetzt. Porzellanteil des Schalters war gebrochen, Porzellenkleber aus dem Keller geholt und die Sache geklebt. Funzt wieder. Die Bürstenkohlen sind von aussen zugänglich und können durch die Kohlestifte einer herkömlich Zink-Kohlebatterie (Baby) ersetzt werden. Leistung übrigens „nur“ 550W anstatt der 2000W heutiger Billoföne aus China.
    – Quelleux Perkolator (Kaffemaschine) Einwandfreier Betrieb, Alter…unbekannt (saualt), hochedel im vollverchromten Gehäuse, alles zerlegbar und reinigbar. Leistung 500W, genug um einen guten Kaffee zu brühen.
    – Radios, Lampen, alte Heimcomputer (80er/90er Jahre), alles alt und funktioniert wunderbar.

    Fazit: Wenn es geht, dann kauf ich nur „alt“, ausgenommen Kühlschrank, WaMa und Herd. Aber da werde ich mich vorher schlau machen, wie es mit der Ersatzteilversorgung aussieht.

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