Offener Brief an die Mitglieder im Bundestag

Sehr geehrte Mitglieder im Bundestag,
genaue Kenntnisse über das Phänomen der geplanten Obsoleszenz sind für Ihre Arbeit in den Politikfeldern Wirtschaft, Verbraucher, Umwelt und Justiz von erheblicher Bedeutung. Mehr Haltbarkeit kostet Hersteller in der Produktion nachweislich kaum mehr und setzt erhebliche finanzielle Mittel für mehr Wohlstand und einen nachhaltigen Aufschwung frei. Umfassende Informationen dazu finden Sie hier.
Das Öko-Institut e.V. und die Universität Bonn, Institut für Landtechnik legten am 15.2.2016 nach fast drei Jahren ihre Studie vor. Auftraggeber ist das Umweltbundesamt. Für dieses mehr als dreihundert Seiten starke Dokument brauchten die Auftragnehmer deutlich mehr als die beauftragte Zeit. Eine umfassende Analyse der UBA-Studie Obsoleszenz liegt nun vor und zeigt erhebliche Mängel. Lesen Sie hier die Analyse der UBA-Studie zur Obsoleszenz. Die Mängelliste zur UBA-Studie finden Sie hier.
Die EU-Kommission fordert bereits Maßnahmen gegen geplante Obsoleszenz auf nationaler Ebene, Frankreich führt Gesetze gegen geplante Obsoleszenz ein, die Verbraucherministerkonferenz der Bundesländer forderten 2013 und 2015 Maßnahmen gegen geplante Obsoleszenz auf der Bundesebene. Eine überzeugende Gemeinschaft von Verbraucherschutzorganisationen, Hochschulen, Forschungsorganisationen, Gewerkschaften, Natur- und Umweltschutzverbänden und weiterer NGOs auf deutscher und europäischer Ebene macht sich stark für eine rasche Umsetzung von zielführenden Programmen und Maßnahmen für mehr Haltbarkeit und gegen geplante Obsoleszenz.
Vier Fragen für mehr Haltbarkeit
  1. Sind Sie und Ihre Partei in Ihrem Verantwortungsgebiet schon aktiv geworden?
  2. Was werden Sie für mehr Haltbarkeit und gegen geplante Obsoleszenz unternehmen?
  3. Welche Positionen beziehen Sie und Ihre Partei jetzt dazu?
  4. Welche Aussagen werden die BürgerInnen im kommenden Wahljahr in den Wahlprogrammen Ihrer Partei finden und von Ihnen im Wahlkreis hören?
Für Ihre rasche Antwort danke ich Ihnen. Sie können diese gerne auch direkt als Kommentar auf unserer Webseite veröffentlichen.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Schridde
Vorstand
MURKS? NEIN DANKE! e.V.
(versandt per Email am 24.02.2016)