Umfrage

Welcher Käufertyp sind Sie?

Es gibt wohl Menschen, die gern stets neu kaufen, Dinge nur kurz nutzen, um sie dann, egal wie, wegzuwerfen, und sich rasch das Neueste vom Neuen zu kaufen. Oder sie sind bequem, gedankenlos oder wollen unterwegs und unkompliziert eine Limo trinken. Sind wir alle Menschen so? Sicher manchmal und jeder kann dazu beitragen, weniger Müll zu produzieren. Aber sind wir deshalb Wegwerfer oder ist das der Situation und den Produkten geschuldet, die uns Gedankenlosigkeit vorlebt?

Ich kenne viele Menschen, die gerne etwas so lange wie möglich nutzen. Oder solche Menschen, die es auch gerne Erworbenes gut warten, um es lange in seinem Wert zu erhalten. Manche reparieren das liebgewordene Gut. So wie es auch Menschen gibt, die etwas Ererbtes gut nutzen oder selbst gerne Dinge weitervererben oder weiterverkaufen. Es gibt auch Menschen, die sich gerne Gebrauchtes kaufen und dieses ihren Freunden dann als neu Erworbenes vorstellen. Sicher kennen auch Sie solche Menschen oder zählen sich selbst zu einer dieser Gruppen. In der Werbung spricht man gerne von Zielgruppen. So unterteilt man dort die Käuferschichten, um dann für diese Produkt und Werbestrategien zu entwickeln. Nach meinem Dafürhalten lässt sich die kaufende Gesellschaft in die folgenden Gruppen unterteilen:

Was für ein Käufertyp sind Sie?

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Erläuterung zu den Typen

  • Wegwerfer
    kaufen stets neu, verwenden ohne zu pflegen, werfen weg nach dem Motto: „Aus den Augen aus dem Sinn“.
  • Verbraucher
    kaufen gerne neu, verwenden gerne länger, werfen achtsam weg.
  • Gebraucher
    kaufen nutzenorientiert, warten und pflegen, werfen achtsam weg
  • Prosumenten
    kaufen, warten, pflegen, reparieren, erstellen aus Altem Neues und verkaufen weiter
  • Reparierer
    kaufen nutzenorientiert auch Gebrauchtes, warten, pflegen und reparieren, heben auf für später
  • Bewahrer
    nutzen Produkte so lange als möglich, bewahren deren Wert für mehrere Generationen

 

10 Kommentare zu “Umfrage
  1. Emil-Andy sagt:

    Ich würde ja gern an der Umfrage teilnehmen, aber den Unterschied zwischen „Prosumenten“ und „Reparierern“ verstehe ich nicht: Warum erstellen Prosumenten aus Altem Neues, aber Reparierer nicht? Warum verkaufen Reparierer nicht weiter? Gibt es nicht viele, die auch Gebrauchtes kaufen und weiterverkaufen, statt es aufzuheben?

  2. Ich bin Reparierer und Bewahrer, aber man kann nur eins von beiden anklicken. Zudem bin ich nach Können und Vermögen auch Prosument, denn oft mache ich aus etwas Altem etwas Neues. Auch verkaufe ich Repariertes und Umgenutztes weiter.

  3. R.Meyer sagt:

    Stetiger Wachstum wird doch immer wieder eingefordert von der Regierungspartei(Merkel)Das ist das Grundübel dieser Zeit!
    Die Konzerne sind doch den Regierungen schon längst über den Kopf gewachsen, so wie die Banken. Angefangen hat alles mit den Privatisierungen öffentlicher Einrichtungen. Dafür gilt der Dank den vorherigen Regierungen. Schadensbegrenzung kann ich mir nur vorstellen, wenn alle diese Sünderfirmen kontrolliert und beim Namen genannt und in einer öffentlichen „Blackliste“ auch zur Kasse gebeten würden. Aber da müssten wohl Einige auf ihre Nebeneinkünfte verzichten!! Es ist heute so bequem Kampagnen mit Geld zu füttern und damit sein Gewissen zu beruhigen, anstatt mal auf die Straße zu gehen und diesen „Mächtigen“ den Marsch zu blasen. Nein sie werden immer wieder gewählt, oder wird schon wieder manipuliert??

  4. Opel Mist sagt:

    Ich sehe es so.

    Die meisten, eher die Jungen, leben nach dem Motto: schmeiß weg + kauf neu. Die Elektronikmärkte + Werbung machen es ständig vor. Das man für solche Geräte auch arbeiten muss, wird in erster Linie schnell vergessen. Heute neu, gestern schon alt. Auch bei Waschmaschinen ist so ein Trend zu beobachten, Hauptsache billig. Die Autoindustrie macht es schon genauso, heute Hipp morgen out. Jeden Trend mitzumachen grenzt doch an Dummheit.

    Mal ein Beispiel: Jemand möchte oder muss sich ein Gebrauchtwagen anschaffen. Von außen kann man sich über den Eindruck täuschen lassen, wie sehen den manche Fahrzeuge von Innen aus ? Abgewohnt, abgenutzt, verschlissen ect. Was wird erzählt + gelogen Nichtraucherfahrzeug, das ich nicht lache. Die Zigarette zum Fenster hingehalten + nicht den Aschenbecher beschmutzen. Mein Resultat: Die meisten Menschen verhalten sich wie Tiere. Eine Minderheit hegt + pflegt seine Gegenstände + geht sorgfältig damit um. Habe es bei meinem letzten Pkw gesehen, der erste Besitzer ging pfleglich damit um, der vorletzte hat es abgelutscht + vernachlässigt.
    Was ich vermisse sind die BEWAHRER + Reparierer, scheinbar bin ich derjenige der zu den letzten Spezies Ihrer Art ist.

    Auch Sachen die ich nicht mehr benötige, kommen bei mir nicht so ohne weiteres in den Abfall. Habe auch noch Leute die so etwas gerne noch nehmen + nutzen so das es weiter im Gebrauch ist.

    Mit der Kleidung heut zu Tage ist es schwierig, da diese Materialen
    künstlich + ungesund für den Menschen sind + dem schnelleren Verschleiß unterliegen. Trage ich meine Kleider sehr lange auf.

    Auch bei der Ernährung achte ich mittlerweile darauf möglichst Naturnah zu leben.

  5. Teschniker sagt:

    Ich repariere die defekten Geräte selber. Ich finde diese „obsoleszenz“ krass, ich weiß selber nicht was ich dazu sagen soll.

  6. rob_pfeil sagt:

    Der Grund für das alles liegt auf der Hand:

    Alle Hersteller unterliegen einem Wachstums-Zwang! Jede Firma, egal was sie herstellt muß jedes Jahr Gewinn machen! Wir leben in einer Wachstumsgesellschaft und wie bekommt man noch Wachstum auf einem gesättigten Markt? In dem die Dinge schnelle kaputt gehen, ganz einfach!

    Sie sagen im Interview im WDR (Planet Wissen), dass die Angestellten einer Firma, z.B. die Ingenieure sich zu Wort melden sollen, um Schwachstellen zu vermeiden. Nur was Sie dabei vergessen: Jedes Gerät das schnell kaputt geht sorgt für neuen UMSATZ(!) und nur darum geht es heute noch! Um nichts anderes!

    Also Angestellte einer Frima XY, die sich gegen „Pfusch“ am Produkt einsetzen würden, sägen langfristig an ihrem eigenen Stuhl! Denn wenn Ihre Firma keinen Gewinn mehr macht, verlieren sie ihr irgendwann Arbeitsplätze!

    Das eigentliche Problem ist die Wachstumsgesellschaft, das „höher, schneller, weiter“. Wir müssten ein neues Wirtschafts- und Gesellschaftssystem etablieren! Das wäre das Problem bei der Wurzel zu packen, nur das werden wir nie schaffen! Denn das würde ein komplettes Umdenken ALLER Menschen fordern, und da sehe ich keine Chance!

    Übrigens:
    Gleichzeitig sind die meisten Konsumenten nicht bereit für wirklich gute Ware auch mehr zu bezahlen! Wobei es dabei große Unterschiede gibt, wenn es sich um Produkte handelt, die ein gewisses Prestige versprechen, wie z.B. aktuell die Smart-Phones, Kleidung, oder immer wieder das Auto! Wobei man für nützliche Produkte wie z.B. Rucksäcke, Elektrogeräte im Haushalt … etc. Dafür will fast niemand mehr viel bezahlen müssen! Ein zusätzlicher Teufelskreis!

    Gruß Robert

    • Unter Geschäftskunden also „B2B“ werden bereits deutlich bessere Produktqualitäten unter einem ruinösen globalen Wettbewerb erfolgreich verkauft. Umsatz ist stets dort, wo das Geld hinfliesst. Haltbarkeit steht dem nicht entgegen. Es braucht nur ein flexibles Management. Kreislauf statt Wachstum ist daher eine weitaus klügere Perspektive. Wie in der von Ihnen zitierten Sendung Planet Wissen von mir erläutert, kann eine deutlich bessere und haltbarere Qualität zu annähernd gleichen Kosten hergestellt werden. Jeder wäre sicher bereit, die sich daraus ergebende minimale Preiserhöhung zu tragen. Allerdings kann es nicht sein, dass heute immer mehr Menschen überzogene Preise für sogenannte Markenprodukte zahlen müssen, die mit nur minimaler Haltbarkeit ausgelegt wurden. Bitte unterstützen Sie unsere Projekte für mehr Haltbarkeit.

  7. rob_pfeil sagt:

    NACHTRAG: (zur Sendung WDR / Planet Wissen)

    Sehr interessant ist ja auch, wie der Herr des VDE im Interview bewusst Angst verbreitet vor dem gemeinschaftlichen Reparieren!!! Dieser Mann wird auch von den Hersteller bezahlt, die zahlen an ihn für das VDE-Prüfsiegel, und darum steht er in der Verantwortung zu den Herstellern! Und er kann sich dabei auf bestehende Gesetze beziehen!!!

    Und damit sieht man auch: Unser Staat hat Gesetze entwickelt, die einer gemeinschaftlichen Reparatur im Wege stehen, weil auch unser Staat ein Interesse daran hat, dass viel konsumiert wird, damit viel Steuer bezahlt werden können, damit es alle seine Ausgaben zahlen kann … u.s.w.

    Es ist ein Teufelskreis, wie schon gesagt!

  8. rob_pfeil sagt:

    … Also man sollte nicht vergessen: Dass Geräte schnell kaputt gehen, gehört zu unsere Gesellschaft! Untrennbar!

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