28 Mai

Warum MURKS? NEIN DANKE! handelt.

Dieser TV-Beitrag gibt eine gute Einführung in das Thema der geplanten Obsoleszenz und eignet sich wunderbar zur Weitergabe in Euren Freundeskreisen. Bitte stärkt unsere Arbeit als Organisation durch Eure Mitgliedschaft und Mitwirkung. Ich danke Euch allen herzlich dafür.

19 Mrz

Stefan Schridde [MURKS? NEIN DANKE!] in Bremen on 27.05.15

02 Mrz

UBA-Studie: Voreilige Zwischenergebnisse

Das Umweltbundesamt veröffentlicht erneut erste Zwischenergebnisse zu der von ihr beauftragten Studie über geplante Obsoleszenz und spricht vom “Faktencheck Obsoleszenz”. Worum geht es bei dieser noch nicht fertigen Studie?

Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist, eine fundierte Datengrundlage zur Beschreibung und Beurteilung der Erscheinung Obsoleszenz bzw. der durchschnittlich erreichten Produktlebens- und Nutzungsdauer zu schaffen und darauf aufbauend handlungssichere Strategien gegen Obsoleszenz zu entwickeln. (UBA)

Ob man solche Veröffentlichungen “Faktencheck Obsoleszenz” nennen sollte, ist aufgrund der selbst kritisierten schwachen Datenlage fraglich. Insbesondere wurden für die Studie kaum eigene Untersuchungen für die spezifische Fragestellung angestellt. Man legte intern sogar “Zahlen von Reparaturbetrieben” vor, obwohl man lediglich einen Betrieb befragt hatte.

Notwendige Untersuchungen zu Veränderungen der Produktqualität in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten wurde trotz fast einjähriger Untersuchungsarbeit bisher nicht angestellt. Man hat bisher nicht Vorkommen, Ursachen und Häufigkeit von geplanter Obsoleszenz untersucht. Alle Aussagen beziehen sich im Wesentlichen auf Untersuchungen zum Konsumverhalten. Dies ist nicht verwunderlich, da man über den Herstellerverband ZVEI überlassene Daten einer vom ZVEI selbst bei der GfK im Jahr 2013 beauftragten Studie untersucht hat. Die Fragestellung dieser Untersuchung ist jedoch nicht geeignet, um Aussagen zu geplant vorzeitigen technischen Ausfallsgründen zu machen. Hat das Umweltbundesamt keine eigenständigen Datenerhebungen beauftragt? Es ging doch um die Schaffung einer Datengrundlage.

Für eine öffentliche Bewertung der Zwischenergebnisse der Studie wird es erforderlich sein, deren Datengrundlagen ebenso öffentlich prüfbar zur Verfügung zu stellen, wie die daraus vollzogenen Interpretationen. So zeigen beispielsweise die von der UNI Bonn intern vorgelegten Untersuchungen, dass Waschmaschinen, die älter als zehn Jahre sind, im Durchschnitt 16,6 Jahre gehalten haben. Waschmaschinen, die zehn Jahre und jünger waren, haben dagegen eine durchschnittliche Lebensdauer von nur 6,6 Jahren.

Aufgrund der veröffentlichten Zwischenaussagen ist dieser Chart aus dem vorgelegten Bericht interessant, da er den hohen Anteil technischer Versagensgründe für einen Neukauf nach unter fünf Jahren bestätigt.

Hauptaustauschgründe Nutzungsdauer unter 5 Jahre

Warum allerdings bereits in dieser Pressemitteilung folgende Aussagen, “Dass neue Geräte kürzer verwendet werden, hat unterschiedlichste Ursachen. Inwieweit ein geplanter Verschleiß dafür verantwortlich ist, klären wir jetzt in der zweiten Hälfte der Studie.” und “Nach der ersten Halbzeit der Studie lassen sich noch keine Belege für gezielt eingebaute Schwachstellen in Produkten liefern. Eine systematische Analyse für die Ursachen der Geräteausfälle und -defekte erfolgt nun in einem zweiten Teil der Studie.” gemacht werden, ist seltsam. So will man die Ursachen erst noch analysieren, behauptet jedoch schon heute, es ließen sich keine Belege für geplante Obsoleszenz finden.

23 Feb

Stefan Schridde [MURKS? NEIN DANKE!] in Cottbus on 18.03.15

10 Feb

Stefan Schridde [MURKS? NEIN DANKE!] in Berlin on 16.02.15

01 Feb

Frankreich: Gesetz gegen geplante Obsoleszenz geht in die nächste Phase

In Frankreich wird aktuell eine Gesetzesinitiative umgesetzt, die die geplante Obsoleszenz – also die mit Absicht verkürzte Lebensdauer von Produkten – strafbar machen soll (siehe mein Beitrag “Können sich Hersteller Murks noch leisten?“). Das Energiewende-Gesetz (mit dem Kapitel zu geplanter Obsoleszenz) wird am 10. Februar im französischen Senat diskutiert (Fahrplan).